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Stand: 16.02.2008

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Kap. 10- The Citizen’s Handbook,
Auszüge und freie Übersetzung von Michael Rothschuh 

A Guide to Building Community in Vancouver
Charles Dobson ,
Last updated December 2006 Email: Charles Dobson

http://www.vcn.bc.ca/citizens-handbook/

Ich danke Charles Dobson für sein Einverständnis, dass dieser Text im foco-Rundbrief und der Webseite veröffentlicht wird.

Vorwort von Miichael Rothschuh

Do-it yourself- Organizing

Anfangen

Erforschen

Planen und Handeln

Bekannt werden

Evaluation

Menschen gewinnen

Leute behalten

Führen

Versammlungen

Entscheidungen treffen

Moderieren

Geldquellen finden

Struktur von Basisgruppen

Beispiele für Aktivitäten des Community Organizing

The Citizen's Library

 

(nach oben)


Vorwort von Michael Rothschuh

Es gibt ungezählte Gruppen von Menschen, die sich selbst organisieren. Menschen, die sich gegenseitig unterstützen, die Freizeit miteinander verbringen, die ihre Interessen durchsetzen wollen, die miteinander diskutieren und konkret etwas verändern wollen.

Beim Community Organizing (CO) geht es auch um all dieses, aber darüber hinaus geht es um eine Veränderung der Machtbalance zugunsten derer, die in unserem gesellschaftlichen System wenig Macht haben, weil sie weder über viel Geld noch über machtvolle Institutionen verfügen.

Beim Organizing geht es um den Prozess, in dem Menschen sich im gemeinsamen Handeln Gehör verschaffen, ihre Basis verbreitern, ihre Beziehungen zueinander vertiefen, etwas in ihrem Lebensumfeld konkret verändern und sich einen Platz am Verhandlungstisch mit den Macht- Inhabern sichern – auf gleicher Augenhöhe.

Beim Community Organizing geht es zunächst um die Nachbarschaft, den Stadtteil, das Dorf, die Stadt, die Gemeinde, die Hochschule- all dies nicht nur als räumliche Einheit verstanden, sondern als ein sozialer Raum von Beziehungen.  Es geht aber auch darum, von dieser Basis aus Koalitionen zu bilden für Probleme, die lokal, regional, national und global angepackt werden müssen, wenn die Menschenrechte und soziale Rechte Wirklichkeit werden sollen.

Community Organizing ist in einigen Großstädten der Vereinigten Staaten von Amerika entwickelt worden;
dort sind auf der Grundlage der spezifischen Geschichte amerikanischer Großstädte wirkungsmächtige Gruppen und Bürgerorganisationen vor Ort entstanden ebenso wie Netzwerke, Fachinstitutionen und Koalitionen, die regional und auf der Ebene der Vereinigten Staaten agieren, manchmal auch in anderen Ländern außerhalb Nordamerikas.

Community Organizing ist aber nicht auf die USA begrenzt. Vergleichbares finden wir auch bei uns, nur eben kaum unter diesem Begriff. So kann ein „Bürgerverein“ z.B. eine Gruppe von Menschen sein, die zufrieden sind mit ihrem Stadtteil und gerne Traditionspflege betreiben, es kann aber auch eine Organisation von Menschen sein, die im Sinne des Community Organizing über soziale Ungerechtigkeiten wütend sind und deshalb öffentliche Beziehungen aufbauen und eine machtvolle Organisation entwickeln.

Das Citizen’s Handbook ist in Vancouver/ Kanada entstanden; in Kanada gibt es eine Fülle von Organisationen und BürgerInnengruppen, die sich für  lokale ebenso wie für globale Veränderungen engagieren, aber es gibt kaum Organisationen und Netzwerke des professionellen Community Organizing. Community Organizing im Sinne des Handbuchs ist mehr die Selbstorganisation der BürgerInnen von der Basis aus-  den „grassroots“- als ein professioneller Prozess, wobei Selbstorganisation und professionelle Unterstützung durchaus ineinander verwoben sein können.

Gerade deshalb erscheint mir das Handbuch als äußerst hilfreich zu sein auch für Ansätze des Community Organizing in Deutschland. Es ist praxisnah geschrieben, sicherlich oft eine Zusammenstellung von Hinweisen, die wir irgendwo schon im Hinterkopf hatten, dann aber doch im konkreten Prozess übersehen haben– und es macht den Zusammenhang eines Prozesses erkennbar, der zu mehr führt als einer einzelnen Aktion.

Ich gebe das Handbuch in Ausschnitten wieder, z.T. sehr frei übertragen. Dies ersetzt nicht die Lektüre des englischsprachigen Handbuchs, wenn es darum geht, genau zu wissen, was die AutorInnen selbst gemeint haben.

Das Handbuch wird von einem Bürgerkomitee aus Vancouver herausgegeben, laufend aktualisiert, es ist über das Internet vollständig verfügbar und als Druckversion für 2003 geplant. Die einzelnen Kapitel sind jeweils sehr knapp gehalten, gut lesbar und sehr klar formuliert.

Den “Anleitungen” für das CO im ersten Teil folgen Beispiele für Aktionen für die Entwicklung einer Community. Eine “Citizens Library” kommentiert Bücher und fügt vollständige Texte hinzu (werden von mit teilweise skizziert).

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Do-it yourself- Organizing

Dieser Teil ist eine do-it-yourself Anleitung  für Organizing der Basis, der „grassroots“. Der Fokus liegt darauf, Leute zusammen zu bringen, die gemeinsam an einem Ort, wie zum Beispiel einem Mietshaus, einem Wohnblock oder einer Nachbarschaft leben. Der Focus auf der Zusammenarbeit von Menschen vermindert nicht die Bedeutung dessen, dass Bürger alleine wirken, wie der Fokus auf dem Organizing um einen Ort  herum nicht die Bedeutung des Organizing zu einem Thema vermindert.

·         Lerne selbst Organizing

Vor dem do-it-yourself steht das learn-it-yourself. Denn die meisten Provinzen in Kanada bieten keine vollständigen Trainings-Programme an. In Kanada hat unser Glaube an den Staat die Entscheidungen über unsere Communities in die Hände der Politiker und Professionellen gegeben.

·         Wenn du nicht alles selbst machen kannst

Ein bezahlter, erfahrener Organizer kann helfen, wenn die Aufgabe darin besteht, Bürger schnell zusammen zu bringen, oder Leute zu beteiligen, die normalerweise zuhause bleiben.

Bezahlte Organizer beginnen oft damit, dass sie Informationen über die Nachbarschaft sammeln.

Sie stellen sich selbst den Bewohnern vor, bringen Leute in Diskussionsgruppen zusammen, bauen Fähigkeiten zur Selbsthilfe auf und trainieren schließlich neue Leader (Führungs- oder Schlüsselpersonen), damit diese die Aufgabe des Organizing übernehmen.

·         Die Elemente des Organizing

Community Organizing wird oft dargestellt als ein Schritt-für-Schritt-Prozess. Die Bestandteile des Prozesses machen oft Sinn, aber die Schritt-für-Schritt Folge passt oft nicht zu den aktuellen Umständen.

 

Was wir mit diesem Handbuch tun, ist der Blick auf die verschiedenen Elemente des Community Organizing.

Welche von diesen du zur jeweils gegebenen Zeit anwendest, wird von deinen Umständen abhängen.

 

Ausgenommen des ersten („Anfangen“), werden regelmäßig Teile hinzugefügt oder weggelassen als Teil des Prozesses des Community Organizing.  Alle Teile sind ebenso miteinander verwoben. Zum Beispiel: Planung braucht Erforschung, dies hängt davon ab, dass man Leute gewinnt und behält, was wiederum beeinflusst ist durch den Entscheidungsprozess, der Evaluation braucht, und so weiter.

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Anfangen

Wo beginnst Du, wenn du mehr in deine Nachbarschaft involviert sein willst? Hier sind einige Optionen.

·         Beginne mit dem Erforschen

Obwohl Professionelle oft mit der Forschung beginnen, musst Du nicht damit anfangen. Andererseits ist es sicher klug, mit Forschung anzufangen, wenn du ein Thema in Angriff nehmen willst, das Du nicht ganz verstehst.

·         Fang an mit einer Aktivität zur Bildung der Community

Im zweiten Teil des Handbuchs sind viele informelle Gelegenheiten für die Nachbarn aufgeführt, sich zu treffen. Die üblichsten Aktivitäten (in Vancouver) sind das Organizing an einem brennenden Thema (Organizing Around a Hot Issue) und „Block Watch“,(das wechselseitige Aufpassen in einem Wohnblock).

·         Fang an, in dem Du dich einer existierenden Gruppe anschließt.

Die meisten Nachbarschaften haben sehr differenzierte Arten von Organisationen. Sich mit einer davon zu verbinden, kann ein einfacher Weg sein, einbezogen  zu werden. Fang an, indem du die Stadtteilgruppen, die von der Stadtverwaltung (z.B. Homepage der Stadt) aufgelistet werden, durchsiehst.

·         Fang an, indem du eine neue Gruppe bildest.

Wenn die Arbeit mit einer existierenden Gruppe als schwierig erscheint, kannst du vielleicht eine neue Gruppe gründen. Neue Nachbarschaftsgruppen bilden sich normalerweise um einen Kern von drei bis fünf Leuten .in einer kleinen Gruppe, einem Ausschuss. Einen Kern von erstklassigen Leuten zusammen zu bringen ist die Anstrengung wert.

 

Dann überlegt:

-          Was versuchen wir zu tun?

-          Was für ein Gebiet wollen wir organisieren (je kleiner, desto leichter)?,

-          Wer kann unsere Bemühungen unterstützen?

-          Was ist eine gute Idee für eine erste Aktion (einfach, auf ein lokales Anliegen bezogen, und: es soll die Sichtbarkeit der Gruppe erhöhen)?

-          Wie erreichen wir andere Leute? Sollen wir ein großes Treffen organisieren und die Nachbarschaft einladen?

 

Pass auf, dass Ihr freundlich bleibt gegenüber den anderen existierenden Gruppen, die ähnliche Ziele haben. Freundlichkeit kann an die Stelle von der üblichen Tendenz zur Konkurrenz treten. Die Zusammenarbeit zwischen Gruppen ist der Motor von wirklichem Fortschritt für Basisorganisationen.

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Erforschen

Städte funktionieren auf raffinierten Wegen. Was ein offensichtliches Problem zu sein scheint, oder eine offensichtliche Lösung, erscheint nach ein bisschen Forschung nicht mehr so sehr.

Handeln vor der Erforschung kann Zeit verschwenden und Energie. Es kann auch das Stereotyp untermauern von aktiven Bürgern, die sehr lautstark, aber weithin uninformiert sind. Dies Stereotyp ist die häufigst zitierte Entschuldigung, wenn der Ruf nach größerer Bürgerbeteiligung bei lokalen Entscheidungen abgewiesen wird.

Eine typische Geschichte, was passieren kann, weil ein bisschen Forschung fehlt: Leute in einer ruhigen Nachbarschaft bekommen Nachricht von einem Vorhaben, ein Haus für psychiatrische Patienten zu nutzen. Furcht vor den „verrückten Leuten“, die Amok rennen, veranlasst sie, eine ad-hoc-Bürgergruppe zu bilden, die sofort agiert um das Vorhaben zu bekämpfen. Ohne Erforschung haben sie nicht entdeckt, dass die meisten derartigen Wohnmöglichkeiten keine Probleme schaffen und den Bewohnern vor Ort nicht einmal bekannt sind. Ohne diese Fakten geht die Gruppe zum Kampf. Für nichts.

·         Sammle existierende Information über deine Nachbarschaft

Information zu deinem Teil der Stadt gibt es schon. Die Stadt und die Büchereien haben Profile des Stadtteils, Verkehrsstudien, Karten, Luftaufnahmen, vielleicht einen offizielle Planung für die Community.

Mitteilungsblätter der Gemeinde und lokale Zeitungen beinhalten die jüngste Geschichte von vielen lokalen Themen.

·         Finde heraus, was die Leute wollen

Wenn es kein einzelne heraus ragendes Thema gibt, das die Community besorgt macht, muss deine Gruppe die Themen der Nachbarschaft heraus finden:

-          Was mögen die Bewohner an ihrer Nachbarschaft und was wollen sie ändern?

-          Wodurch kann Nachbarschaft interessanter, erkennbarer, hilfreicher und freundlicher werden?

-          Was ist das Problem mit höchster Priorität? Wer ist davon betroffen?

-          Wo ist es lokalisiert? Was muss, was kann getan werden? Wer kann helfen?

Nimm für die Erforschung genug Zeit. Die Frage „Was magst du an der Nachbarschaft, was willst du ändern?“  kann eine Gruppe einige Abende beschäftigten, um die Antworten aufzuführen, zusammen zu fassen und Prioritäten festzulegen.

·         Erwäge eine Umfrage unter den Bewohnern

Jede Umfrage, die eine face-to-face- Interaktion verlangt, sorgt nicht nur für Informationen, sondern hilft dabei, eine Community aufzubauen.

Geh dabei zu denen, die was wissen: Interviewe Leute mit Erfahrungen aus erster Hand. Eine kleine Fokus-Gruppe mit sechs Teenies kann dir mehr offenbaren über Teenager in der Community als eine Umfrage unter 500 Erwachsenen. Andere Quellen sind Aktivisten in der Community, und Kontaktpersonen für Organisationen im Stadtteil.

·         Finde die Kapazitäten der Menschen in der Community heraus

-          Wer kann helfen?

-          Welche Ressourcen hat die Community: Öffentliche Institutionen, Unternehmen, religiöse Organisationen, Bürgervereinigungen, Clubs, ethnische Gruppen, Sport- und Freizeitgruppen, kulturelle Vereinigungen, Dienstleistungsgruppen, Großeigentümer, Individuen?

-          Wie, warum und wo kommen Leute zusammen?

-          Wie finden die Leute heraus, was passiert?

-          Wer beeinflusst am meisten lokale Entscheidungen, lokale Geldmittel und lokale Investitionen?

-          Wer ist sehr aktiv in der Nachbarschaft?

·         Erforsche Lösungen von anderen Orten

Ein Problem in deiner Nachbarschaft gibt es vielleicht auch in anderen Nachbarschaften und anderen Städten. Finde heraus, wie die Bürger an anderen Orten das Problem lösen. Bitte Bürger in anderen Städten um Unterstützung; versende email- Anfragen an andere Städten und vergleichbare Vorhaben.

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Planen und Handeln

Planung ist erforderlich, wenn du verschwendete Aktivität vermeiden willst und führt dazu, dass eure gemeinsame Anstrengung wirklich zählt. Sie  sollte sich bewegen von dem Allgemeinen zum Spezifischen, von dem großen Bild zum kleinen, von den Langzeitvorstellungen zu dem Aktuellen, vom „was“ zum „wie“?

Planung erfordert:

-          ein Gesamtziel festsetzen

-          Ersinnen von einzelnen Anliegen (objectives) oder Strategien, um das Ziel zu erreichen

-          Ersinnen von Aktionen um die Ziele zu erreichen

·         Sieh über das Augenfällige hinaus.

Z.B. Wenn dich mit einer steigenden Jugendkriminalität beschäftigst, mag die naheliegende Forderung sein, mehr Polizei zu bekommen. Wenn du hinter die Symptome siehst, auf die Ursachen, wirst du vielleicht stattdessen eher die Öffnung der Schulen an den Nachmittagen anzustreben. Forschung kann dir helfen, hinter das Augenscheinliche zu sehen.

·         Wie wirst du deine Anliegen erreichen? 

Entwickle Ideen für einzelne Anliegen, die dich zum Gesamtziel führen und dann entscheide, welche du anstrebst.

Teste alternative Anliegen durch die Fragen:

-          Hat es eine starke Unterstützung durch die Gruppe?

-          Ist es spezifisch genug?  („Verringerung der Kriminalität“ ist zu allgemein, „Straßenprostitution in der xx- Straße auflösen“  ist spezifisch)?

-          Ist es leicht erreichbar?

-          Wird es eine sofortige sichtbare Wirkung haben?

-          Wie werden wir wissen, wann wir es erreicht haben? Wie messen wir den Fortschritt?

Um effektiv zu sein, sollte deine Gruppe sich nicht mehr als ein bis zwei Anliegen zur Zeit vornehmen.

Und dann mach mit Deiner Gruppe einen Aktionsplan mit einem Zeitrahmen, einer Liste der Aufgaben und der Personen, die für jede Aufgabe verantwortlich sind. Halte den Aktionsplan flexibel, damit Ihr auf das Unerwartete reagieren könnt.

Ein guter Weg, um die Prioritäten der Gruppe heraus zu finden:

Leute aufzufordern ihre Sichtweise mit dicken Markern auf große post-it- Notizen zu schreiben. Jede Person heftet ihre Notizen auf die Tafel oder ein großes Blatt, wo jeder sie sehen kann. Jemand hilft dann der Gruppe die Notizen in Cluster mit ähnlichen Inhalten zu ordnen.

·         Agieren

Hast du die notwendigen Grundlagen vervollständigt, musst du handeln.

Überraschenderweise kommen viele Gruppen nie dazu zu handeln.

Jahn Gardiner sagt: „Viele reden über Aktion aber sind wesentlich organisiert zum Studieren, Diskutieren oder Lehren. Andere halten Mitglieder beschäftigt mit der Führung der Kasse der Organisation, mit Arbeiten für‘s Komitee, interner Politik und dem Verabschieden von Resolutionen.“

Während viele Interessengruppen eben für Diskussion zusammen kommen, arbeiten Community-Gruppen meistens am besten, wenn Handeln das Reden begleitet. Andernfalls neigen sie dazu, zu schrumpfen zu ein paar Betonköpfen, für die die Anwesenheit bei Treffen ihr „way of life“ wird.

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Bekannt werden

Wenn du die Zahl der Leute, die wissen was du tust, erhöhen willst, musst du bekannt werden.

Dies bedeutet normalerweise Arbeiten mit den Medien. Abgesehen davon, dass sie ein breiteres Publikum informieren, können die Medien die Bewohner stärken, Politiker anstoßen und der Basisinitiative weiteren Schwung verleihen.

Wenn du verstehst, wie die Medien arbeiten, kannst du auch ein Thema oder eine Streitfrage in die Öffentlichkeit bringen, die bisher ignoriert worden ist und du kannst Themen aus der Perspektive der BürgerInnen neu abstecken.

Sei aber sorgfältig, wenn du es nicht gewohnt bist mit den Medien umzugehen. Viele Journalisten suchen nach Geschichten, die in Konflikten Irrtümern und Unrecht ihren Ursprung haben. Sie können eine Konfrontation aufdrängen, die es dir sogar schwerer macht, dein Anliegen zu erreichen.

·         Stelle eine Liste mit sympathisierenden Journalisten auf

Wenn du eine positive neue Geschichte hast, kannst du vielleicht niemanden finden, der interessiert ist. Du kannst eine Liste von Journalisten entwickeln, die sich um den Aufbau einer Community kümmern. Notiere deren Redaktionsschluss und ruf sie danach an.

·         Finde die Professionellen von Medien in deiner Community

Suche Unterstützung von Leuten in der Community, die für Zeitungen, das Radio oder Fernsehen arbeiten. Sie können einen Ratschlag geben, was Nachrichtenwert hat, wie ihr Aufmerksamkeit bekommen könnt und wen ihr anrufen könnt. Die meisten wollen nicht im Vordergrund erscheinen, aber im Hintergrund ist ihr Wert unschätzbar.

·         Definiere dein Anliegen und dann deine Botschaft

Lauf nicht zu den Medien ohne eine klare Idee, was Du erreichen willst. Nutz dies, um eine Reihe von klaren Botschaften zu kreieren. Wenn du ein Problem darstellen willst, sollte eine deiner Botschaften der Vorschlag einer vernünftigen Lösung sein.

·         Macht Aktionen wertvoll für die Nachrichten

Wenn du Aufmerksamkeit der Medien haben willst, brauchst du eine gute Geschichte mit einem Fokus auf die Menschen, die jetzt geschieht. Je kreativer, farbiger, humorvoller, desto bessere Berichterstattung. Wahrgenommen werden ist weithin eine Sache der Dramatisierung von Anliegen.

·         Verbinde Aktionen mit anderen Ereignissen in den Nachrichten

Deine Aktionen bekommen eine bessere Chance berichtet zu werden, wenn sie verbunden sind mit Ereignissen in den Nachrichten: Ankündigungen der Regierung, Ferien, Lokale Konferenzen, Weltereignisse, heiße Themen. Die Medien mögen Aufregung.

·         Veröffentliche  Pressemitteilungen

Veröffentliche mit dem Briefkopf deiner Gruppe Neuigkeiten, die du publizieren willst.

-          An der Spitze steht: „Für sofortige Veröffentlichung“ und das Datum.

-          Erfinde eine kräftige Überschrift im Zeitungsstil, die den Herausgeber interessieren wird, der sich jeden Tag durch Hunderte von Pressemitteilungen arbeiten muss.

-          Der erste Satz muss das Wichtigste der Story enthalten.

-          Der Rest der Veröffentlichung soll berichten über das Wichtigste des Wer, Was, Wann, Wo, und Warum. Unten dann der Kontaktname und die Telefonnummer: „zur weiteren Information“  .

-          Halte das ganze kurz, 1-2 Seiten. Vor großen Ereignisse sende eine neue Veröffentlichung sieben Tage vorher, dann eine telefonische Erinnerung 1-2 Tage vorher. Faxen ohne persönlichen Kontakt ist Zeitverschwendung.

·         Ziele auf das Fernsehen

Einige sehr effektive Bürgergruppen erreichen TV-Berichterstattung dadurch dass sie für Ereignisse mit Aktion und guten Bildern sorgen. Greenpeace z.B. bekommt Aufmerksamkeit, wenn es kleine Gummiboote losschickt, die um große Flugzeugträger schwimmen. Einige Gruppen nehmen auch ihr eigenes Video in Rundfunkqualität auf oder nehmen Veröffentlichungen auf Video auf, was ihnen hilft, die Kontrolle darüber zu haben, was gesendet wird.

Versuche die Aktionen zeitlich auf langweilige Nachrichtentage zu legen. Wähle eine SprecherIn aus, die gut beim TV ankommt. Beim Fernsehen wird ein wichtiger Teil nonverbal kommuniziert durch den Ton der Stimme, Gesichtsausdruck und Körpersprache.

·         Übe dein Statement

Bei regulären TV- oder Radio-Nachrichten hast du 15-30 Sekunden für ein Statement. Übe vor dem Ereignis, was du sagen willst. Dein Statement oder eine leichte Variation kann benutzt werden als Antwort auf jede Frage. Keiner merkt den Unterschied.

·         Schreib einen Leserbrief

Das ist ein einfacher Weg, um veröffentlicht zu werden. Kleine Zeitungen und Newsletter veröffentlichen jeden vernünftigen Brief, weil sie dann nicht erst viele Fakten untersuchen müssen Eine der größten Bürgergruppen in den USA hat eine Studie gemacht, wonach Leserbriefe einer der effektivsten Wege waren, Politiker zu beeinflussen.

·         Verlass dich nicht auf die Medien um zu bilden und zu erziehen

Die Massenmedien bevorzugen Unterhaltung. Wenn du eine detaillierte Information herausgeben willst, musst du das wahrscheinlich selbst tun durch Rundbriefe, Bekanntmachungen usw..

·         Überlege andere Formen der Bekanntmachung

Lokale Fernseh- und Radio- Sender, Berichterstattung der Kommune,

·         Denke dir andere Medien aus

Bedruckte T-Shirts, Buttons, Poster, Sticker, öffentliche Projektionen, Transparente an Brücken und Häusern,  Notizen in den Wachräumen von Apartmenthäusern, Abkündigungen in der Kirche, Websites, Web- Netzwerken oder Newsletter von anderen Gruppen.

·         Versuche die direkte Ansprache

Direkt die anrufen oder denen schreiben, die die Macht haben, dass Dinge „richtig“ geschehen. Wenn du ein Problem hast, das die Stadt betrifft und dass du nicht klären kannst, auch nicht mit der Hilfe von Angestellten der Stadt , ruf ein Ratsmitglied an oder maile ihm.

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Evaluation

Deine Gruppe wird sowohl die Projekte als auch die Prozesse auswerten müssen, wenn du die Effektivität  steigern und auf der Spur bleiben willst. Unglücklicherweise evaluieren viele Basisgruppen beides selten.

·         Werte nicht aus, wenn du versuchst etwas zu schaffen.

Vermeide Evaluation und Kritik, wenn du versuchst, Ideen zu erzeugen. Wenn du gerade ein Treffen moderierst, verhindere Kritik, wenn die Gruppe beim Brainstorming ist.

·         Mach ehrliche Auswertung zu einem Teil deiner Gruppenkultur

Mach es zur Gewohnheit, zu fragen, was funktioniert hat und was besser sein könnte, für die Aktion wie für den Prozess.

 

Vielleicht machst du am Ende einer Sitzung  eine Runde um den Gruppenprozess auszuwerten.

 

Wenn du nicht um ein ehrliches Feedback nachsuchst, wirst du es nicht bekommen. Unzufriedene Leute werden einfach aussteigen. Um das ehrlichste Feedback zu bekommen, mache die Antworten anonym und sorge für Antworten von Leuten außerhalb deiner Kerngruppe.

·         Informiere dich über den Nutzen für die Mitglieder

Am Ende der Aktion frage die Teilnehmer über den Nutzen.

-          Hast du etwas gelernt?

-          Hattest du zu viel oder zu wenig zu tun?

-          Hattest du dabei Spaß?

-          Fühlst du dich als Teil der Gruppe?

·         Vergleiche die Resultate mit den angestrebten Zielen

Ist da eine Lücke zwischen dem was geschehen ist und dem, was du angestrebt hast?

Wenn da eine dauerhafte Lücke ist, musst du überlegen, ob die Hilfe bekommst von einem professionellen Organizer. Ein anderer Weg, mit einer permanenten Lücke umzugehen, ist die Revision der Ziele.

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Menschen gewinnen

Eine der wichtigsten laufenden Aktivitäten jeder Basisorganisation ist es, mehr Leute einzubeziehen.

Dies ist nicht einfach; die meisten Leute mögen die Idee nicht, „eingebunden“ zu werden und  Community- Arbeit in ihrer knappen Zeit zu machen.

Die starke Betonung des Individuums durch die moderne kommerzielle Kultur hat die Partizipationsraten bei den meisten Aktivitäten in der Community unter 5 % gebracht. Wenn das niedrig erscheint, denk daran, dass ein paar Leute, die einem gemeinsamen Kurs für eine Aktion verpflichtet sind, verblüffende Ergebnisse erreichen können.

·         Fordere Mitglieder auf andere einzuladen

80% derer die als Volunteers Community Arbeit machen, sagen, sie begannen, weil sie dazu durch einen Freund, ein Familienmitglied oder einen Nachbarn aufgefordert wurden.

·         Geh dahin, wo die Leute sind

Anstelle zu versuchen, dass die Leute zu dir kommen, versuche zu ihnen zu gehen. Geh zu den Treffen von anderen Gruppen und zu Plätzen und Veranstaltungen, wo Leute sich treffen. Dies ist besonders wichtig, um ethnische Gruppen einzubeziehen, Jugendgruppen, Alte Menschen, und andere die wohl nicht zu dir kommen.

Lass nie eine Chance aus, Namen zu sammeln, Adressen, Telefonnummern und email- Adressen.

·         Versuche die einzubeziehen, die unterrepräsentiert sind

Gruppen mit Minderheitssprachen, Bewohner mit geringem Einkommen, die Behinderten, die Älteren und Jugendlichen, sie alle sind tendenziell in Nachbarschaftsgruppen unterrepräsentiert. In einigen Fällen ist die Nicht-Partizipation eine Sache der Wahl– die meisten Jugendlichen die nur vorübergehend da sind, wollen sich nicht beteiligen.

In anderen Fällen schafft die fehlende Sprachkenntnis eine gefährliche Barriere zur Partizipation. In noch anderen Fällen werden Leute übersehen. Das kann geschehen bei den Behinderten und Älteren, obwohl sie ihren unschätzbaren Wert als aktive Bürger erwiesen haben.

Hier einige Wege, die unterrepräsentierten Gruppen einzubeziehen:

-          Geh in die Gruppe der Leute, die du  erreichen willst, frag sie wie sie angesprochen werden wollen und sprich ihre Themen an.

-          Wen kennst du, der Zugang zu der Gruppe hat, die du erreichen willst. Nutze deine Beziehungen.

-          Betrachte Leute mit denen zusammen arbeiten möchtest, nicht als eine „Zielgruppe“ , die du an deine Seite bringen willst, sondern behandle Menschen zuerst als Menschen.

-          Organisiere Projekte, die Kinder und Jugendliche zum Thema haben. Eltern von unterschiedlichen ethnischen Hintergründen und Einkommensniveaus treffen einander, wenn sie ihre Kinder begleiten.

·         Mache Umfragen

Umfragen sind ein guter Weg, in Kontakt zu bleiben, sie erhöhen die Partizipation und bringen neue Mitglieder. Sie zeigen, dass deine Gruppe sich auf eine breite Basis beziehen will und nicht nur auf die, die üblicherweise an Aktivitäten der Community teilnehmen.

·         Führe Haustürgespräche durch

Haustürgespräche sind  die beste und älteste Methode, Leute außerhalb zu erreichen. Eine Gruppe zum Beispiel klingelt z.B. an den Türen, um die Leute zu einer Veranstaltung einzuladen. Ist keiner zuhause, hinterlässt sie einen Handzettel.

·         Leg detaillierte Mitgliedslisten an

mit Namen, Adresse, Telefonnummern, Fax-Nummern, Prioritäten für lokale Verbesserungen, Beruf, persönliche Interessen, speziellen Fähigkeiten, verfügbarer Zeit; was die Person tun möchte und was nicht.

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Leute behalten

Menschen schließen sich Community-Gruppen an um Leute zu treffen, Spaß zu haben, neue Fähigkeiten zu erlernen, ein Interesse zu verfolgen, und ihr Leben mit einem höheren Zweck zu verbinden. Sie verlassen sie, wenn sie dort nicht finden, wonach sie gesucht haben. Bürgergruppen müssen sich viel öfters fragen: Welchen „Gewinn“ bringen wir den Mitgliedern? Und für welche „Kosten“? Wie können wir den Gewinn erhöhen und die Kosten senken?

·         Bleibt miteinander in Verbindung

Regelmäßiger Kontakt ist lebenswichtig. Von Angesicht zu Angesicht ist am besten. Wenn Ihr euch trefft, ist das Zusammenkommen in der Wohnung von jemandem besser als ein Treffen in einem Saal.

·         Begrüßt Newcomer

Macht sie bekannt mit den Mitgliedern eurer Gruppe. Ruft Leute, die neu gekommen sind, an um sie einzuladen zu Veranstaltungen oder um Informationen weiter zu geben.

Helft den Leuten einen Platz zu finden in der Organisation. Der reizvollste  Ansatz  ist zu sagen: „Erzähle uns die Dinge, die du gerne tust und gut tust und wir werden einen Weg finden, diese Talente zu nutzen.“ Nicht ganz so reizvoll ist zu sagen: „Hier sind die Aufgaben die wir haben, aber wie du das hinkriegst, ist deine Sache“.

 

Ladet Neuankömmlinge ein, Führungsrollen anzunehmen. Wenn dieselben Leute alles machen, fühlen sich Newcomer ausgeschlossen.

·         Beachtet den Gruppenprozess

Die meisten Freiwilligen-Gruppen achten nicht genug darauf, wie sie zusammen arbeiten. Weder sind Entscheidungsmethoden ausdrücklich festgelegt noch Rollen noch Verhalten, das allen gut tut. Einige Gruppen machen den Gruppenprozess zu einem Gesprächsthema, indem sie einen „Prozessbeobachter“ einsetzen.

·         Diskutiert den Kontrakt der Gruppe

Reserviere Gelegenheiten, wo die Mitglieder beschreiben, was sie von der Gruppe erwarten und was die Gruppe von ihnen erwarten kann in Bezug auf Zeit und Verantwortlichkeiten. Diese Information sollte Teil der Mitgliedsliste werden.

·         Handelt mehr, trefft euch weniger

Die große Mehrzahl der Leute hassen Sitzungen; zu viele sind der Schwarze Tod von Community- Gruppen. Zum Vergleich: Aktivitäten wie das Pflanzen von Bäumen zieht viele Leute jeden Alters an.

·         Halte die Anforderungen an die Zeit maßvoll

Die meisten Leute führen ein geschäftiges Leben. Fordere sie nicht auf zu einer Sitzung zu kommen, wenn sie dort nicht sein müssen. Bleibt dabei, die Zahl der aktiven Mitglieder auszuweiten um zu sichern dass jeder ein bisschen macht und nicht einer das meiste. Arbeite realistische Zeitvereinbarungen für die Projekte aus.

·         Macht es zu zweit

Einer Praxis in Holland folgend, schlagen wir vor,  in Paaren zu arbeiten. Es verbessert die Qualität der Kommunikation, macht die Arbeit weniger einsam und sichert, dass die Aufgaben verwirklicht werden. Ethnisch gemischte Paare (wie englisch- chinesisch/ deutsch- türkisch) können die Verbindungen zwischen den verschiedenen Kulturen pflegen. Geschlechtsgemischte Paare können die Unterschiede der Beziehung zu Männern und Frauen nutzen.

·         Sorge für Zeiten des sozialen Kontaktes und gesellige Aktivitäten

Endlose Arbeit treibt Leute weg. Plane gesellige Zeit ein zu Beginn und am Ende von Meetings. Manche bilden ein Sozialkomitee um Partys zu planen, Essen und Ausflüge.

·         Sorgt für das Trainieren von Fähigkeiten

Wenn erfahrene und unerfahrene Leute als Paar zusammen arbeiten, erhöht allein dies schon die Fähigkeiten von neuen Mitgliedern (Training-on-the-job). Training von Führungsrollen, der Moderation von Gruppen oder der Konfliktlösung rechtfertigen auch spezielle Wochenend- Workshops.

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Führen

Gute Führungspersonen (Leader) sind der Schlüssel zum Community Organizing. Sie sagen nicht den anderen, was sie tun sollen, sondern sie helfen anderen eine Sache in die Hand zu nehmen. Sie stellen sich nicht ins Rampenlicht, sondern stupsen andere auf die Rampe, sie sind nicht interessiert daran, die „Führer“ zu sein, sondern daran, mehr Führungspersonen zu schaffen. Sie anerkennen, dass die Organisation ihre Arbeit nur erweitern kann, wenn mehr Führungspersonen entstehen.

Formt erfolgreiche Führungspersonen:  

·         Stellt realistische Erwartungen auf

Nichts ermutigt eine Gruppe mehr als  erreichbare Erfolge. Der geschickte Leader steuert die Gruppe zu Dingen, die leicht erreicht werden können.

·         Teile die Arbeit auf und delegiere sie

Teilt die Arbeit auf in mundgerechte Teile und diskutiert dann, wer jeweils einen Teil durchführen will.

 

Sichert, dass jeder seine Aufgabe erfüllen kann und lasst sie ihn dann auf seine Weise durchführen. Sichert, dass ihr jemanden habt, die/ der den Prozess beachtet. Leute fühlen sich nicht gut bei einem Job, wenn niemand sich darum kümmert, ob es klappt.

·         Zeigt Anerkennung für die Arbeit, die gut getan ist.

Anerkennt bei Gesprächen, bei Meetings und in Rundschreiben die Bemühungen der Leute. Gebt Dank und andere Zeichen der Anerkennung. Gebt Anerkennungsschreiben und Auszeichnungen für spezielle Bemühungen. Respektiert alle Beiträge, egal wie klein sie sind.

·         Begrüße Kritik

Kritik zu akzeptieren mag schwierig sein für manche Führungspersonen, aber die Mitglieder müssen fühlen können, dass sie kritisch sein können, ohne attackiert zu werden.

·         Hilf den Leuten, an sich zu glauben.

Ein Leader baut das Vertrauen der Leute auf, dass sie etwas leisten können, was sie noch nie zuvor geleistet haben. Der unentwegte Optimismus eines guten Leaders gibt allen Energie.

·         Inspiriere Vertrauen hervor

Die Leute werden denen nicht folgen, denen sie nicht vertrauen. Pflegt immer ein höchstes Maß von Aufrichtigkeit.

Gute Leader bringen Zweifel über ihr eigenen potentiellen Interessenkonflikte und über ihre eigenen persönlichen Begrenzungen selbst zur Sprache.

·         Macht das größere Ziel deutlich

Menschen sind oft Volunteers um einem höheren Ziel zu dienen. Ein Führer sollte in der Lage sein, dieses Ziel zu artikulieren, um das als Leuchtfeuer hochzuhalten, wenn die Gelegenheit es verlangt.

Eine gute Führungsperson wird jeden Sieg an der Basis feiern als Beispiel für das, was passieren kann, wenn Leute für einen gemeinsamen Wert zusammen arbeiten.

·         Überzeuge andere, dass sie führen können.

Mach die Praxis des Führens transparent, lade andere ein zu führen. Versuch nicht, die ganze Show zu machen, oder alles selbst zu machen. Andere werden dann weniger involviert und du wirst ausbrennen.

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Versammlungen

Versammlungen und Sitzungen sind notwendig für die Planung und die Entscheidungen. Wie gut sie arbeiten, beeinflusst ob Leute in einer Gruppe bleiben. Alle Versammlungen sollten so lebendig sein und Spaß machen wie möglich.

·         Die Grundlagen einer Versammlung

Legt eine günstige Zeit, Datum und Ort fest zum Treffen.

Du kannst freie Treffpunkte finden in Büchereien, Community Zentren, einigen Kirchen, Nachbarschaftshäusern, und Schulen. Manche Gruppen treffen sich in einem Lieblingsrestaurant oder Cafe.

Um eine Gruppe zusammen zu halten, entscheidet über eine regelmäßige monatliche Zeit zum Treffen oder überlegt wie ihr sonst in Kontakt bleibt. Stimmt die Tagesordnung  vorher miteinander ab.

·         Eine gute Tagesordnung enthält

-          Treffpunkt,

-          Beginn,

-          Zeit für jeden Punkt,

-          Ende,

-          Ziele des Treffens und

-          Punkte die zu diskutieren sind.

·         Verlauf

Beginnt das Meeting mit der Wahl

-          eines Moderators,

-          eines Berichterstatters und

-          eines Zeitwächters.

Beginnt mit einer Einführungsrunde, wenn es notwendig ist.

Berichte dann über die Verabredungen von vorangegangenen Treffen.

Frag nach Ergänzungen zur Tagesordnung, dann fang an die Tagesordnung durch zu arbeiten.

Klärt bei Aktionen, wer sie ausführen wird und wie viel erreicht sein wird bis zum nächsten Treffen.

Schließlich setzt eine Zeit, einen Ort und eine Tagesordnung für das nächste Treffen fest.

·         Hebe den Beitrag jedes einzelnen hervor

Überlege ob zu ein Flip Chart benutzt, einen Overhaed Projektor oder ein schwarzes Brett

·         Folge Diskussionsleitlinien.

Regelmäßige Treffen funktionieren besser, wenn jeder einem Set von Diskussionsleitlinien zustimmt. Manche Gruppen schlagen  ihre Leitlinien auf einem großen Plakat an.

-          Hör auf die anderen

-          Unterbrich nicht

-          Frage klare Fragen

-          Begrüße neue Ideen

-          Erlaube keine persönlichen Attacken

-          Behandle jeden Beitrag als wertvoll

·         Entwickelt eine freundliche Kultur

Ermuntert Humor.

Sorgt für Getränke und Essen, oder trefft euch in einem Restaurant.

Gewährt Zeit zum Zusammensein (soziale Zeit)


Entscheidungen treffen

Eure Gruppe sollte Leitlinien für die Entscheidungsfíndung diskutieren, eine Übereinstimmung herbeiführen und sie an der Wand anschlagen:

·         Probeabstimmung

Eine Probeabstimmung heißt, dass man die Hand hebt um zu sehen, wie die Gruppe über ein spezielles Thema fühlt. Es ist ein kurzer Check, der viel Zeit ersparen kann. Wenn ihr Probeabstimmungen kontinuierlich machen wollt, verabredet eine Reihe von Handsignalen, die jeder während des Treffens nutzen kann. Diese stummen Signale ermöglichen, dass die Leute abschätzen können wie andere reagieren– von Moment zu Moment. Sie können auch für unschätzbaren Feedback sorgen für einen Sprecher, der versucht mit einer großen Gruppe zu arbeiten.

·         Abstimmung

Abstimmung ist eine Methode zum Treffen von Entscheidungen, die am besten geeignet ist für große Gruppen.

Um große Minderheiten nicht zu befremden, könnt ihr entscheiden, dass ein Antrag nur mit 2/3 Mehrheit Erfolg hat. Alternativ dazu könnt ihr entscheiden, Abstimmungen mit Konsensverfahren zu kombinieren.

Große Gruppen versuchen oft, bestehende Geschäftsordnungen zu nutzen.

Einige Gruppen begrenzen das Privileg der Abstimmung auf Leute, die an drei oder mehr aufeinander folgenden Meetings teilgenommen haben.

·         Konsensverfahren

Ein Konsensprozess zielt darauf, die Gruppe zu wechselseitigem Einverständnis zu allen angesprochenen Themen zu bringen. Es erfordert keine Einstimmigkeit. Konsens kann länger dauern als andere Prozesse, aber es fördert Kreativität, Kooperation und das Engagement für die letztliche Entscheidungen.

Hier ein Umriss dazu:

1.       Ein Antragsteller stellt das Vorhaben vor. Idealerweise wird ein schriftlicher Entwurf vor dem Treffen verteilt.

2.       Die Gruppe diskutiert und klärt das Vorhaben. Keiner äußert Besorgnisse bevor die Klärung komplett ist.

3.       Der Moderator fragt nach legitimen Besorgnissen (Concern) . Wenn keine da sind fragt er,  ob Konsens erreicht ist. Sind Einwände, dann à

4.       Der Berichterstatter listet die Besorgnisse auf, so dass jeder sie sehen kann. Die Gruppe versucht dann diese zu lösen. Der Antragsteller hat die erste Option

        das Vorhaben klar zu stellen

        das Vorhaben zu ändern

        zu erklären, warum es nicht in Konflikt ist mit den Werten der Gruppe

        die, die Besorgnisse haben, zu bitten, sie zur Seite zu stellen: Kannst du mit dem Vorschlag leben?

5.       Wenn die Besorgnisse ungelöst bleiben, fordert der Moderator auf, sie zu prüfen in Relation zu den Werten und Zielen der Gruppe; ggf. extra Sitzung

6.       Frage nach Lösungsmöglichkeiten wie einem „dritten Weg“

7.       Wenn die Zeit wegrennt:

        Probeabstimmung

        klären ob Leute ihre Besorgnisse an die Seite stellen

        klären ob der Antragsteller den Antrag zurück zieht

        Übereinstimmung für mehr Gesprächszeit

        an eine Untergruppe weiter geben

        Abstimmung mit 75 oder 90 % Zustimmungs- Anforderung

 

Am Ende stellt der Moderator das Ergebnis klar dar.

 

Legitime Besorgnisse beziehen sich auf Nachteile sind für die Organisation oder Widerspruch zu allgemeinen Werten; das Konsensverfahren  funktioniert nicht, wenn Besorgnisse vom Ego oder persönlichen Interessen kommen.

·         Leben mit verschiedenen Meinungen

Du solltest keinen Konsens in Details anstreben., sondern nur zum großen Ganzen.

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Moderieren (sinngemäß für „Facilitating“)

Die Aufgabe des Moderators ist es zu helfen, dass die Gruppe einen Fortschritt macht. Gute Moderation hält eine Versammlung auf der Spur und bewegt sie nach vorne. Je mehr Leute es lernen zu moderieren, desto besser. Wenn du die Rolle des Moderators akzeptierst, musst du neutral sein. Du solltest also versuchen folgendes zu tun:

·         Beachte die Atmosphäre der Gruppe

Wenn Leute gelangweilt oder unaufmerksam erscheinen, musst du das Tempo der Sitzung beschleunigen. Wenn Leute angespannt erscheinen wegen unausgesprochener Meinungsunterschiede, musst du diese Besorgnisse (Einwände) in die Öffentlichkeit bringen.

·         Frag offene Fragen

Z.B. „wir scheinen Probleme zu haben, die Sache zu lösen. Was denkt ihr, was wir tun sollten?“

·         Fasse zusammen, was andere sagen

Z.B. beginne „Es scheint, als wenn wir übereinstimmen, dass...“

·         Sichere jedem eine Chance zum Sprechen

Eine Möglichkeit um zu sichern , dass ruhige Leute eine Chance bekommen zu sprechen, eine Runde zu initiieren. In einer Runde gehst du rund um den Tisch und gibt’s dabei jedem einige Minuten um ihre Sichtweise darzustellen.

·         Bringe Humor ein

Es gibt kaum einen besseren Weg, um Reizbarkeit, Nörgeln oder engstirniges Benehmen zu überwinden

·         Lerne mit schwierigem Verhalten umzugehen:

        Ausbruch
Wenn zwei Leute in eine hitzige Diskussion kommen, fasse die Punkte beider zusammen und bring die Diskussion wieder in die Gruppe.

        Große Darstellung / Tribüne/ Fensterrede
Unterbrich die one-man-show mit einem Statement, das ihn würdigt für seinen Beitrag aber ihn bittet seinen Punkt gegenüber anderen für später zurückzustellen. Oder unterbrich mit: „Du hast eine Menge Punkte eingebracht. Möchte jemand gerne einen davon aufgreifen?“

        Wiederholungen in einem Bericht (gebrochener Bericht)
Wenn einige  immer wieder den selben Punkt wiederholen, versichere ihnen, dass ihr Punkt gehört worden ist. Wenn notwendig, frage die Gruppe ob sie erlauben wollen, dass die Person ihren Punkt abschließt

        Unterbrechung
Geht sofort dazwischen: „Halt an! Lass X beenden was sie zu sagen haben.“ Wenn notwendig  bitte die Person, die dazu neigt zu unterbrechen, als Berichterstatter über das Meeting zu fungieren.

        Dauernde Kritik
Legitimiere negative Gefühle bei schwierigen Themen. Du magst vielleicht sagen: „Ja es wird schwer den Verkehrsangpass bei M zu reduzieren, aber da sind einige erfolgreiche Modelle auf die wir sehen können.“ Wenn notwendig, fordere die kritisierende Person auf, eine erreichbare Aufgabe vorzustellen.

·         Schlage Optionen vor, wenn die Zeit zuende geht

Identifiziere Bereiche von partiellem Konsens, schlage vor, die Fragen auf den Tisch zu legen oder schaffe einen kleinen Ausschuss um mit der Sache umzugehen zu einer Zeit, die diese sich aussuchen.

·         Erwäge eine Schlussrunde

Geh schnell rund um die ganze Gruppe und gib den Leuten eine Chance Sachen zu sagen, die nicht auf der Tagesordnung standen. Du kannst auch eine Runde nutzen um das Meeting auszuwerten.

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Geldquellen finden (Fundraising)

Du brauchst kein Fundraising um anzufangen deine Nachbarschaft zu organisieren. Aber du wirst Geld brauchen, um eine große Zahl von Leuten zu organisieren oder ein großes Aktionsprogramm zu starten. Wenn ihr euch entscheidet Fundraising zu machen, seid sorgfältig. Ihr könnt Geld und Zeit verlieren und Ressourcen ablenken von euren eigentlichen Zielen. Wenn du Geldquellen finden willst, hier einige Vorschläge:

·         Individuelle Beiträge

Wenn man die Leute vor Ort um Beiträge bittet, bringt dies Fundraising ein in den Aufbau der Community. Die Leute sind mehr verbunden mit den Gruppen, Projekten und Plätzen bei denen sie fühlen, dass es ihre eigenen sind.

 

Geld kann von Mitgliedschaft kommen, freiwilligen Abonnements  von Rundbriefen, Sammlungen bei Meetings, Werbung an der Tür, Schenkungen, Gaben bei Gedächtnisfeiern und direkten Anschreiben.

Viele Bücher behandeln diese Ansätze. Einige Gruppen sorgen dafür, dass Spenden steuerreduziert sind, indem sie sich als gemeinnützige Vereinigung registrieren lassen.

·         Naturalien als Spenden

Suche Naturalien oder nicht-geldliche Beiträge. Dies schließt Spenden zum Drucken, Ausstattung , Möbel, Raum, Dienstleistungen, Nahrungsmitteln und Zeit ein. Lokale Geschäfte antworten gerne auf Ersuchen nach Naturalien als Spenden.

·         Auktionen

Überleg eine „Traum- Auktion“. Elisabeth Amer schreibt in „Taking Action“: Nachbarn können ein Babysitting über Nacht für zwei Kinder spenden,  ein lokales Abzeichen für deine Jacke, Käsekuchen für acht Leute, 4 Stunden Reparieren eines Hauses. Auf einer großen Community Party verkauft jeder Auktionär alle Schätze zum höchsten Gebot.

·         Zuschüsse von Regierungen und Stiftungen

Bei so vielen möglichen Quellen für Unterstützung wird der halbe Kampf darum ausgetragen, herauszufinden, wer was unterstützt. Wenn du eine Möglichkeit erkannt hast, finde die Antragsprozedur heraus. Wenn du Zuschüsse bekommen willst, musst du normalerweise einen guten Antrag schreiben. Guck nach passenden Zuschüssen. In vielen Fällen zahlt die Regierung einen Dollar für einen Dollar, den du von den Bürgern bekommst.

·         Casinos/ Lotto-Gelder

·         Gebühren

Überlege eine Möglichkeit, Gebühren für Dienstleistungen oder Produkte zu bekommen

·         Zeit spenden (time tithing)

Ivan Sheier, ein Experte in Sachen Freiwilligenarbeit, mag es nicht, dass man so viel Zeit und Energie mit Antragsschreiben und großen Fundraising- Aktionen verbringt. Stattdessen schlägt er Zeitspenden vor als einen ständigen Bargeldfluss.

Bei diesem System erbringen Unterstützer hochwertige Dienstleistungen. (z.B. einen Workshop durchführen, Plakate zeichnen, professionelle Unterstützung anbieten) und behalten dann nicht das Geld, das sie bekommen, sondern sie geben es, abzüglich der Aufwendungen, direkt an die Gruppe.

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Struktur von Basisgruppen

Sie sollten so eine kleine Struktur wie möglich haben, genau so groß, um die Ziele anzugehen.

In dem Versuch, legitimiert zu werden, entscheiden sich viele kleine Gruppen dass sie mehr Struktur brauchen. Unglücklicherweise kann dies dazu führen dass sie mehr Zeit auf die Bedürfnisse der Organisation verwenden als auf den Grund, weshalb sie zusammen kommen.

·         Netzwerke, Kooperativen, Kollektive

Basisorganisationen scheinen besser zu arbeiten mit einer flachen Struktur, möglichst frei von Vorständen, Direktoren, und Posten.

Dies heißt nicht die Elimination von individuellen Rollen oder Verantwortlichkeiten, sondern, dass es keine Leute mit Autorität über die Arbeit von anderen Leuten gibt. Bürgergruppen müssen den Fehler vermeiden, wenige Leute sehr stark einzubeziehen. Sie sollten danach streben, viele Leute in leichter Weise einzubinden. Flache Organisationen mit der Betonung von horizontalen Beziehungen scheinen dafür die beste Voraussetzung zu sein.

·         Traditionelle Struktur

Traditionelle Strukturen scheinen Basisorganisationen auszutrocknen. Nichtsdestotrotz werden sie nach wie vor von Dachorganisationen oft empfohlen.

 

Die erfolgreichsten traditionellen Organisationen haben

-          eine gewählte Führerschaft

-          regelmäßige Treffen

-          einen Rundbrief

-          Mittel zur Delegation von Aufgaben und Verantwortlichkeiten

-          Training für neue Mitglieder

-          Soziale Zeit zusammen

-          Einen Planungsprozess

-          Arbeitsbeziehungen mit „Power Players“ und Organisationen, die Ressourcen haben. (Power Player sind Leute mit der Fähigkeit Sachen zum Laufen zu bringen: Politiker, Eigentümer von wichtigen Geschäften, Medienleute, Vorstände von Ämtern, Köpfe von Gesellschaften, große Eigentümer)

·         Gemeinnützige Vereine

Verfahren und Steuerrecht

·         Komitees und Arbeitsgruppen

sind der Hauptweg, wie Arbeit geteilt wird.  Sie machen es möglich, dass Sachen getan werden ohne dass jemand erschöpft wird.

Dauernde Komitees sorgen für eine laufendes Funktionieren der Gruppe. Eine breite, aktions-orientierte Gruppe muss folgende dauernde Komitees haben: Koordinierung/ Öffentlichkeitsarbeit / Mitgliedschaft / Außenbeziehungen / Rundbrief/ Fundraising/ Erforschung.

-          Arbeitsgruppen (Task forces) arbeiten an einer speziellen Aufgabe und lösen sie danach sich auf.

Beide ermöglichen Mitgliedern, in Projekte die sie interessieren, einbezogen zu werden.

Idealerweise werden die Komitees und Arbeitsgruppen zusammengesetzt durch Leute, die von der ganzen Gruppe ausgewählt sind. Wenn die ganze Gruppe Vertrauen in eine Arbeitsgruppe hat, kann sie selbst Entscheidungen treffen. Um alle zusammen zu halten, sollten die Komitees und Arbeitsgruppen regelmäßig der ganzen Gruppe berichten.

·         Koalitionen

Wenn du ein großes Thema anpacken willst, brauchst du Alliierte. Trete an andere Organisationen heran mit der Bitte, bei ihrem nächsten Treffen über ein für die Community wichtiges Thema zu sprechen.

Für eine Koalition ist es wichtig, dass alle Teilnehmer klare Erwartungen  haben und regelmäßig zusammen kommen, um eine freundliche Arbeitsbeziehung zu entwickeln. Eine Koalition arbeitet am besten, wenn sie für ein spezifisches Projekt aufgestellt ist und dann versinken darf, wenn das Projekt endet.

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Beispiele für Aktivitäten des Community Organizing

·         Kooperationen zum Aufpassen auf Kinder

·         Gärten der Community

·         Küchen der Community

·         Beobachten und Sorgen für den Wohnblock

·         Kriminalitätsprävention in der Community

·         Partys für den Wohnblock

·         Reinigungsaktionen für den Wohnblock

·         Feste und Aufzüge

·         Aktionen zum Image der Community

·         Aktivitäten zwischen den verschiedenen Generationen

·         Umwelt- Aktivitäten

·         Block für Block organisieren

·         Küchentisch- Diskussionsgruppen

·         Übungen für Visionen

·         Teilen von Informationen

·         Organisieren zu brennenden Themen

Leute organisieren sich oft um einzelnes Thema. Sie kommen zusammen, weil  sie belästigt oder ärgerlich sind über Straßenprostitution, besondere Gebühren oder einen üblen Bebauungsplan. Oft ist das Thema eine geplante Veränderung für die Nachbarschaft, die als unerwünscht angesehen wird. Die, denen die Veränderung nützt, beschreiben diese Aktivitäten oft als NIBYism (Not-In-My-Back-Yard, St. Florians- Prinzip), einen selbstsüchtigen Versuch, ihren Teil der Stadt genauso zu behalten wie er ist, trotz des allgemeinen öffentlichen Guts .

Oft kann solch ein Thema dazu dienen, eine existierende Organisation zu stärken.

Organizing um ein heißes Thema kann eine Zeitverschwendung sein, wenn es zur Verhärtung von Positionen führt. Zu oft haben sich die BürgerInnen aufgerieben in Kämpfen, die vielleicht durch gemeinsame Problemlösung  zu aller Zufriedenheit hätten gelöst werden können, die auf die Interessen achtet statt auf die Positionen.

Bis vor kurzem hatten die meisten Bücher über das CO einen Ansatz des Schlachtfeldes, weil er gewöhnlich der einzige Weg war, öffentliche Entscheidungen zu beeinflussen. Der Anbruch einer neuen Zeit der Kooperation zwischen Regierung und Bürgern lasst uns hoffen, dass der Runde Tisch das Schlachtfeld ersetzt.

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The Citizen's Library

·         Reviews

Books on building local democracy

Books on action organizing

Books on publicity and media advocacy

Books on working with others

Books on cities and Vancouver reports

Magazines

·         Short case studies

Best practices in citizen participation and urban governance (UNESCO)

Zusammengesellt von „UN-Habitat“ aus einer Sammlung von 700 Projekten

Beispielhaft werden Partizipationsansätze dargestellt aus: Cuba, der Türkei, Brasilien, den Niederlanden, Süd Afrika, Indien, Senegal, Kanada, Cote d’Ivoire, Finnland, Polen, Uganda, Malawi, Norwegen, Belgien, Japan, USA, Großbritannien

Stand 1996 und 1998

·         Full text articles

Developing a Civic Culture by Ralph Nader , 1998

Eine Kultur der Partizipation der BürgerInnen zu schaffen, war nie einfach. Aber jetzt gibt es einen größeren Bedarf nach dem Aktivismus von ermächtigten BürgerInnen als je zuvor. Ralf Nader beschreibt die tiefe Befriedigung, die entsteht, wenn die BürgerInnen ihre Ärmel hochkrempeln und sich in die Schaffung von gesellschaftlichen Alternativen einmischen.

Bowling Alone by Robert Putnam , 1995

Interview mit Robert Putnam über Amerikas abnehmendes soziales Kapital,

Serving Customers or Engaging Citizens by Frank Benest , 1996

Grassroots Rot: How community groups destroy themselves

Gruppeninterne Probleme: zu wenig Freude miteinander, zu starker Blick nach innen, Bürokratie, zu viele Sitzungen, zu wenig Aktionen, zu viel entscheiden zu wenig erfinden, zu viele Leute, die falschen Leute, zu wenig Kontakt, fehlende Ressourcen

Study on participation by the US League of Women Voters

Models of Neighbourhood Participation in Local Government , Untersuchungen von 1993 ff.

Bürgerbeteiligung in verschiedenen Städten in Kanada, den USA und Israel

Social Movements / A summary of what works (pdf) new , 2002

Ein aktueller Forschungsüberblick von Charles Dobson über die Wirkungsweise sozialer Bewegungen

IAF Organizing (pdf) new , 2002

Eine aktuelle und sehr klare Beschreibung des IAF – Ansatzes durch Charles Dobson

Creating a Community-wide Study Circles Program

Broken Windows (original article by Wilson and Kelling)

Cyber Organizing

            von Randy Stoecker, dem Herausgeber von comm-org.utoledo.edu

Framing Issues in the Media (pdf) new , 2002

Wir denken meistens, es gibt eine feststehende Wirklichkeit. Wir glauben, dass die Medien Fehler machen mögen, aber im großen und ganzen die Wirklichkeit präsentieren wie sie ist. Aber die Journalisten und Herausgeber sind alles andere als objektiv. Sie konstruieren ein subjektives Bild der Realität, indem sie eine Flut von Informationen auswählen und organisieren, damit sie für sich und ihr Publikum Sinn machen. Diesen Prozess nennt man „Framing“ (Rahmung).

Die Aktivisten reagieren, indem sie diese „Rahmung“ in Bewegung setzen:

-          das Thema, die Verantwortlichen und die Lösungen werden gemeinsam bestimmt;

-          sie sind auf einen Konflikt konzentriert, dabei gibt es einen definierten Gegner „DIE“, und einen klar definierten Herausforderer „WIR“;

-          sie starten einen moralischen Appell. „Was UNS passiert ist ungerecht, nicht fair, völlig falsch, und verletzt die sozialen Standards in jeder Hinsicht...“

 

Post-Alinsky Organizing by John Kretzmann

Die Natur der Nachbarschaften hat sich verändert (generelle soziale Struktur; abnehmende organisierte lokale Partizipation; Zielscheiben sind nicht mehr so sichtbar, lokal und in der Lage das zu verwirklichen, was die BewohnerInnen von ihnen fordern). Ein Organizing Prozess muss heute die Community aufbauen. Organizer, die sich den neuen Aufgaben stellen , nehmen in den Blick: 1) die lokale Nachbarschaft, 2) den öffentlichen Sektor, 3) den privaten Sektor.

Popular Governance

Ethischer Rahmen für eine Politik der Bürgerbeteiligung; der Ansatz von ONE in Chicago

Foundation Funding of Grassroots Organizations

Befragung von Basisorganisationen und Stiftungen, u.a.:

-          warum bekommen die Basisorganisationen nicht mehr Geld von Stiftungen?

-          warum werden einige Basisorganisationen gefördert, andere nicht?

-          die Basisorganisationen beschreiben ihre „besten“ und „schlechtesten“ Beziehungen zu Stiftungen;

-          die Stiftungen beschreiben ihre „besten“ und „schlechtesten“ Erfahrungen mit der Basis.

Confronting NIMBYism series

Einige Artikel, meistens von Debra Stein, zu Not-In-My-Back-Yard (St.Florians-Prinzip), u.a.
Die Ethik des NIMBYismus

Auf die Nachbarn hören und erreichen dass die Nachbarn auf Dich hören

Traditionelle Nachbarschaften ohne traditionellen NIMBYismus

Umgehen mit öffentlicher Wut

Wenn Nachbarn sich weigern zu verhandeln

Opposition in der Community besiegen

Nutze Meinungsforschung um eine klare Kommunikation aufzubauen

Lass deinen Fuß in der Tür

A List of What Works for Community Development

von Charles Dobson, 2002: 17 Thesen: was funktioniert beim CD

New Strategies for People Power (pdf)

Porto Alegre Special, von Hilary Wainwright, Universität von Manchester, GB

Warum eine neue Politik?

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