Dieser Teil ist eine do-it-yourself Anleitung für
Organizing der Basis, der „grassroots“. Der Fokus liegt darauf, Leute zusammen
zu bringen, die gemeinsam an einem Ort, wie zum Beispiel einem Mietshaus,
einem Wohnblock oder einer Nachbarschaft leben. Der Focus auf der
Zusammenarbeit von Menschen vermindert nicht die Bedeutung dessen, dass Bürger
alleine wirken, wie der Fokus auf dem Organizing um einen Ort herum
nicht die Bedeutung des Organizing zu einem Thema vermindert.
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Lerne selbst Organizing
Vor dem do-it-yourself steht das
learn-it-yourself. Denn die meisten Provinzen in Kanada bieten keine
vollständigen Trainings-Programme an. In Kanada hat unser Glaube an den Staat
die Entscheidungen über unsere Communities in die Hände der Politiker und
Professionellen gegeben.
·
Wenn du nicht alles selbst machen kannst
Ein bezahlter, erfahrener Organizer kann helfen, wenn die
Aufgabe darin besteht, Bürger schnell zusammen zu bringen, oder Leute zu
beteiligen, die normalerweise zuhause bleiben.
Bezahlte Organizer beginnen oft damit, dass sie
Informationen über die Nachbarschaft sammeln.
Sie stellen sich selbst den Bewohnern vor, bringen Leute
in Diskussionsgruppen zusammen, bauen Fähigkeiten zur Selbsthilfe auf und
trainieren schließlich neue Leader (Führungs- oder Schlüsselpersonen), damit
diese die Aufgabe des Organizing übernehmen.
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Die Elemente des Organizing
Community Organizing wird oft dargestellt als ein
Schritt-für-Schritt-Prozess. Die Bestandteile des Prozesses machen oft Sinn,
aber die Schritt-für-Schritt Folge passt oft nicht zu den aktuellen Umständen.
Was wir mit diesem Handbuch tun, ist der Blick auf die
verschiedenen Elemente des Community Organizing.
Welche von diesen du zur jeweils gegebenen Zeit
anwendest, wird von deinen Umständen abhängen.
Ausgenommen des ersten („Anfangen“), werden regelmäßig
Teile hinzugefügt oder weggelassen als Teil des Prozesses des Community
Organizing. Alle Teile sind ebenso miteinander verwoben. Zum Beispiel:
Planung braucht Erforschung, dies hängt davon ab, dass man Leute gewinnt und
behält, was wiederum beeinflusst ist durch den Entscheidungsprozess, der
Evaluation braucht, und so weiter.
(nach oben)
Wo beginnst Du, wenn du mehr in deine Nachbarschaft
involviert sein willst? Hier sind einige Optionen.
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Beginne mit dem Erforschen
Obwohl Professionelle oft mit der Forschung beginnen,
musst Du nicht damit anfangen. Andererseits ist es sicher klug, mit Forschung
anzufangen, wenn du ein Thema in Angriff nehmen willst, das Du nicht ganz
verstehst.
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Fang an mit einer Aktivität zur Bildung der Community
Im zweiten Teil des Handbuchs sind viele informelle
Gelegenheiten für die Nachbarn aufgeführt, sich zu treffen. Die üblichsten
Aktivitäten (in Vancouver) sind das Organizing an einem brennenden Thema (Organizing
Around a Hot Issue) und „Block Watch“,(das wechselseitige Aufpassen in einem
Wohnblock).
·
Fang an, in dem Du dich einer existierenden Gruppe
anschließt.
Die meisten Nachbarschaften haben sehr differenzierte
Arten von Organisationen. Sich mit einer davon zu verbinden, kann ein
einfacher Weg sein, einbezogen zu werden. Fang an, indem du die
Stadtteilgruppen, die von der Stadtverwaltung (z.B. Homepage der Stadt)
aufgelistet werden, durchsiehst.
·
Fang an, indem du eine neue Gruppe bildest.
Wenn die Arbeit mit einer existierenden Gruppe als
schwierig erscheint, kannst du vielleicht eine neue Gruppe gründen. Neue
Nachbarschaftsgruppen bilden sich normalerweise um einen Kern von drei bis
fünf Leuten .in einer kleinen Gruppe, einem Ausschuss. Einen Kern von
erstklassigen Leuten zusammen zu bringen ist die Anstrengung wert.
Dann überlegt:
-
Was versuchen wir zu tun?
-
Was für ein Gebiet wollen wir organisieren (je kleiner, desto
leichter)?,
-
Wer kann unsere Bemühungen unterstützen?
-
Was ist eine gute Idee für eine erste Aktion (einfach, auf ein lokales
Anliegen bezogen, und: es soll die Sichtbarkeit der Gruppe erhöhen)?
-
Wie erreichen wir andere Leute? Sollen wir ein großes Treffen
organisieren und die Nachbarschaft einladen?
Pass auf, dass Ihr freundlich bleibt gegenüber den
anderen existierenden Gruppen, die ähnliche Ziele haben. Freundlichkeit kann
an die Stelle von der üblichen Tendenz zur Konkurrenz treten. Die
Zusammenarbeit zwischen Gruppen ist der Motor von wirklichem Fortschritt für
Basisorganisationen.
(nach oben)
Städte funktionieren auf raffinierten Wegen. Was ein
offensichtliches Problem zu sein scheint, oder eine offensichtliche Lösung,
erscheint nach ein bisschen Forschung nicht mehr so sehr.
Handeln vor der Erforschung kann Zeit verschwenden und
Energie. Es kann auch das Stereotyp untermauern von aktiven Bürgern, die sehr
lautstark, aber weithin uninformiert sind. Dies Stereotyp ist die häufigst
zitierte Entschuldigung, wenn der Ruf nach größerer Bürgerbeteiligung bei
lokalen Entscheidungen abgewiesen wird.
Eine typische Geschichte, was passieren kann, weil ein
bisschen Forschung fehlt: Leute in einer ruhigen Nachbarschaft bekommen
Nachricht von einem Vorhaben, ein Haus für psychiatrische Patienten zu nutzen.
Furcht vor den „verrückten Leuten“, die Amok rennen, veranlasst sie, eine
ad-hoc-Bürgergruppe zu bilden, die sofort agiert um das Vorhaben zu bekämpfen.
Ohne Erforschung haben sie nicht entdeckt, dass die meisten derartigen
Wohnmöglichkeiten keine Probleme schaffen und den Bewohnern vor Ort nicht
einmal bekannt sind. Ohne diese Fakten geht die Gruppe zum Kampf. Für nichts.
·
Sammle existierende Information über deine Nachbarschaft
Information zu deinem Teil der Stadt gibt es schon. Die
Stadt und die Büchereien haben Profile des Stadtteils, Verkehrsstudien,
Karten, Luftaufnahmen, vielleicht einen offizielle Planung für die Community.
Mitteilungsblätter der Gemeinde und lokale Zeitungen
beinhalten die jüngste Geschichte von vielen lokalen Themen.
·
Finde heraus, was die Leute wollen
Wenn es kein einzelne heraus ragendes Thema gibt, das die
Community besorgt macht, muss deine Gruppe die Themen der Nachbarschaft heraus
finden:
-
Was mögen die Bewohner an ihrer Nachbarschaft und was wollen sie
ändern?
-
Wodurch kann Nachbarschaft interessanter, erkennbarer, hilfreicher und
freundlicher werden?
-
Was ist das Problem mit höchster Priorität? Wer ist davon betroffen?
-
Wo ist es lokalisiert? Was muss, was kann getan werden? Wer kann
helfen?
Nimm für die Erforschung genug Zeit. Die Frage „Was magst
du an der Nachbarschaft, was willst du ändern?“ kann eine Gruppe einige
Abende beschäftigten, um die Antworten aufzuführen, zusammen zu fassen und
Prioritäten festzulegen.
·
Erwäge eine Umfrage unter den Bewohnern
Jede Umfrage, die eine face-to-face- Interaktion
verlangt, sorgt nicht nur für Informationen, sondern hilft dabei, eine
Community aufzubauen.
Geh dabei zu denen, die was wissen: Interviewe Leute mit
Erfahrungen aus erster Hand. Eine kleine Fokus-Gruppe mit sechs Teenies kann
dir mehr offenbaren über Teenager in der Community als eine Umfrage unter 500
Erwachsenen. Andere Quellen sind Aktivisten in der Community, und
Kontaktpersonen für Organisationen im Stadtteil.
·
Finde die Kapazitäten der Menschen in der Community heraus
-
Wer kann helfen?
-
Welche Ressourcen hat die Community: Öffentliche Institutionen,
Unternehmen, religiöse Organisationen, Bürgervereinigungen, Clubs, ethnische
Gruppen, Sport- und Freizeitgruppen, kulturelle Vereinigungen,
Dienstleistungsgruppen, Großeigentümer, Individuen?
-
Wie, warum und wo kommen Leute zusammen?
-
Wie finden die Leute heraus, was passiert?
-
Wer beeinflusst am meisten lokale Entscheidungen, lokale Geldmittel und
lokale Investitionen?
-
Wer ist sehr aktiv in der Nachbarschaft?
·
Erforsche Lösungen von anderen Orten
Ein Problem in deiner Nachbarschaft gibt es vielleicht
auch in anderen Nachbarschaften und anderen Städten. Finde heraus, wie die
Bürger an anderen Orten das Problem lösen. Bitte Bürger in anderen Städten um
Unterstützung; versende email- Anfragen an andere Städten und vergleichbare
Vorhaben.
(nach oben)
Planung ist erforderlich, wenn du verschwendete Aktivität
vermeiden willst und führt dazu, dass eure gemeinsame Anstrengung wirklich
zählt. Sie sollte sich bewegen von dem Allgemeinen zum Spezifischen, von
dem großen Bild zum kleinen, von den Langzeitvorstellungen zu dem Aktuellen,
vom „was“ zum „wie“?
Planung erfordert:
-
ein Gesamtziel festsetzen
-
Ersinnen von einzelnen Anliegen (objectives) oder Strategien, um das
Ziel zu erreichen
-
Ersinnen von Aktionen um die Ziele zu erreichen
·
Sieh über das Augenfällige hinaus.
Z.B. Wenn dich mit einer steigenden Jugendkriminalität
beschäftigst, mag die naheliegende Forderung sein, mehr Polizei zu bekommen.
Wenn du hinter die Symptome siehst, auf die Ursachen, wirst du vielleicht
stattdessen eher die Öffnung der Schulen an den Nachmittagen anzustreben.
Forschung kann dir helfen, hinter das Augenscheinliche zu sehen.
·
Wie wirst du deine Anliegen erreichen?
Entwickle Ideen für einzelne Anliegen, die dich zum
Gesamtziel führen und dann entscheide, welche du anstrebst.
Teste alternative Anliegen durch die Fragen:
-
Hat es eine starke Unterstützung durch die Gruppe?
-
Ist es spezifisch genug? („Verringerung der Kriminalität“ ist zu
allgemein, „Straßenprostitution in der xx- Straße auflösen“ ist
spezifisch)?
-
Ist es leicht erreichbar?
-
Wird es eine sofortige sichtbare Wirkung haben?
-
Wie werden wir wissen, wann wir es erreicht haben? Wie messen wir den
Fortschritt?
Um effektiv zu sein, sollte deine Gruppe sich nicht mehr
als ein bis zwei Anliegen zur Zeit vornehmen.
Und dann mach mit Deiner Gruppe einen Aktionsplan mit
einem Zeitrahmen, einer Liste der Aufgaben und der Personen, die für jede
Aufgabe verantwortlich sind. Halte den Aktionsplan flexibel, damit Ihr auf das
Unerwartete reagieren könnt.
Ein guter Weg, um die Prioritäten der Gruppe heraus zu
finden:
Leute aufzufordern ihre Sichtweise mit dicken Markern auf
große post-it- Notizen zu schreiben. Jede Person heftet ihre Notizen auf die
Tafel oder ein großes Blatt, wo jeder sie sehen kann. Jemand hilft dann der
Gruppe die Notizen in Cluster mit ähnlichen Inhalten zu ordnen.
·
Agieren
Hast du die notwendigen Grundlagen vervollständigt, musst
du handeln.
Überraschenderweise kommen viele Gruppen nie dazu zu
handeln.
Jahn Gardiner sagt: „Viele reden über Aktion aber sind
wesentlich organisiert zum Studieren, Diskutieren oder Lehren. Andere halten
Mitglieder beschäftigt mit der Führung der Kasse der Organisation, mit
Arbeiten für‘s Komitee, interner Politik und dem Verabschieden von
Resolutionen.“
Während viele Interessengruppen eben für Diskussion
zusammen kommen, arbeiten Community-Gruppen meistens am besten, wenn Handeln
das Reden begleitet. Andernfalls neigen sie dazu, zu schrumpfen zu ein paar
Betonköpfen, für die die Anwesenheit bei Treffen ihr „way of life“ wird.
(nach oben)
Wenn du die Zahl der Leute, die wissen was du tust,
erhöhen willst, musst du bekannt werden.
Dies bedeutet normalerweise Arbeiten mit den Medien.
Abgesehen davon, dass sie ein breiteres Publikum informieren, können die
Medien die Bewohner stärken, Politiker anstoßen und der Basisinitiative
weiteren Schwung verleihen.
Wenn du verstehst, wie die Medien arbeiten, kannst du
auch ein Thema oder eine Streitfrage in die Öffentlichkeit bringen, die bisher
ignoriert worden ist und du kannst Themen aus der Perspektive der BürgerInnen
neu abstecken.
Sei aber sorgfältig, wenn du es nicht gewohnt bist mit
den Medien umzugehen. Viele Journalisten suchen nach Geschichten, die in
Konflikten Irrtümern und Unrecht ihren Ursprung haben. Sie können eine
Konfrontation aufdrängen, die es dir sogar schwerer macht, dein Anliegen zu
erreichen.
·
Stelle eine Liste mit sympathisierenden Journalisten auf
Wenn du eine positive neue Geschichte hast, kannst du
vielleicht niemanden finden, der interessiert ist. Du kannst eine Liste von
Journalisten entwickeln, die sich um den Aufbau einer Community kümmern.
Notiere deren Redaktionsschluss und ruf sie danach an.
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Finde die Professionellen von Medien in deiner Community
Suche Unterstützung von Leuten in der Community, die für
Zeitungen, das Radio oder Fernsehen arbeiten. Sie können einen Ratschlag
geben, was Nachrichtenwert hat, wie ihr Aufmerksamkeit bekommen könnt und wen
ihr anrufen könnt. Die meisten wollen nicht im Vordergrund erscheinen, aber im
Hintergrund ist ihr Wert unschätzbar.
·
Definiere dein Anliegen und dann deine Botschaft
Lauf nicht zu den Medien ohne eine klare Idee, was Du
erreichen willst. Nutz dies, um eine Reihe von klaren Botschaften zu kreieren.
Wenn du ein Problem darstellen willst, sollte eine deiner Botschaften der
Vorschlag einer vernünftigen Lösung sein.
·
Macht Aktionen wertvoll für die Nachrichten
Wenn du Aufmerksamkeit der Medien haben willst, brauchst
du eine gute Geschichte mit einem Fokus auf die Menschen, die jetzt
geschieht. Je kreativer, farbiger, humorvoller, desto bessere
Berichterstattung. Wahrgenommen werden ist weithin eine Sache der
Dramatisierung von Anliegen.
·
Verbinde Aktionen mit anderen Ereignissen in den Nachrichten
Deine Aktionen bekommen eine bessere Chance berichtet zu
werden, wenn sie verbunden sind mit Ereignissen in den Nachrichten:
Ankündigungen der Regierung, Ferien, Lokale Konferenzen, Weltereignisse, heiße
Themen. Die Medien mögen Aufregung.
·
Veröffentliche Pressemitteilungen
Veröffentliche mit dem Briefkopf deiner Gruppe
Neuigkeiten, die du publizieren willst.
-
An der Spitze steht: „Für sofortige Veröffentlichung“ und das Datum.
-
Erfinde eine kräftige Überschrift im Zeitungsstil, die den Herausgeber
interessieren wird, der sich jeden Tag durch Hunderte von Pressemitteilungen
arbeiten muss.
-
Der erste Satz muss das Wichtigste der Story enthalten.
-
Der Rest der Veröffentlichung soll berichten über das Wichtigste des
Wer, Was, Wann, Wo, und Warum. Unten dann der Kontaktname und die
Telefonnummer: „zur weiteren Information“ .
-
Halte das ganze kurz, 1-2 Seiten. Vor großen Ereignisse sende eine neue
Veröffentlichung sieben Tage vorher, dann eine telefonische Erinnerung 1-2
Tage vorher. Faxen ohne persönlichen Kontakt ist Zeitverschwendung.
·
Ziele auf das Fernsehen
Einige sehr effektive Bürgergruppen erreichen
TV-Berichterstattung dadurch dass sie für Ereignisse mit Aktion und guten
Bildern sorgen. Greenpeace z.B. bekommt Aufmerksamkeit, wenn es kleine
Gummiboote losschickt, die um große Flugzeugträger schwimmen. Einige Gruppen
nehmen auch ihr eigenes Video in Rundfunkqualität auf oder nehmen
Veröffentlichungen auf Video auf, was ihnen hilft, die Kontrolle darüber zu
haben, was gesendet wird.
Versuche die Aktionen zeitlich auf langweilige
Nachrichtentage zu legen. Wähle eine SprecherIn aus, die gut beim TV ankommt.
Beim Fernsehen wird ein wichtiger Teil nonverbal kommuniziert durch den Ton
der Stimme, Gesichtsausdruck und Körpersprache.
·
Übe dein Statement
Bei regulären TV- oder Radio-Nachrichten hast du 15-30
Sekunden für ein Statement. Übe vor dem Ereignis, was du sagen willst. Dein
Statement oder eine leichte Variation kann benutzt werden als Antwort auf jede
Frage. Keiner merkt den Unterschied.
·
Schreib einen Leserbrief
Das ist ein einfacher Weg, um veröffentlicht zu werden.
Kleine Zeitungen und Newsletter veröffentlichen jeden vernünftigen Brief, weil
sie dann nicht erst viele Fakten untersuchen müssen Eine der größten
Bürgergruppen in den USA hat eine Studie gemacht, wonach Leserbriefe einer der
effektivsten Wege waren, Politiker zu beeinflussen.
·
Verlass dich nicht auf die Medien um zu bilden und zu
erziehen
Die Massenmedien bevorzugen Unterhaltung. Wenn du eine
detaillierte Information herausgeben willst, musst du das wahrscheinlich
selbst tun durch Rundbriefe, Bekanntmachungen usw..
·
Überlege andere Formen der Bekanntmachung
Lokale Fernseh- und Radio- Sender, Berichterstattung der
Kommune,
·
Denke dir andere Medien aus
Bedruckte T-Shirts, Buttons, Poster, Sticker, öffentliche
Projektionen, Transparente an Brücken und Häusern, Notizen in den
Wachräumen von Apartmenthäusern, Abkündigungen in der Kirche, Websites, Web-
Netzwerken oder Newsletter von anderen Gruppen.
·
Versuche die direkte Ansprache
Direkt die anrufen oder denen schreiben, die die Macht
haben, dass Dinge „richtig“ geschehen. Wenn du ein Problem hast, das die Stadt
betrifft und dass du nicht klären kannst, auch nicht mit der Hilfe von
Angestellten der Stadt , ruf ein Ratsmitglied an oder maile ihm.
(nach oben)
Deine Gruppe wird sowohl die Projekte als auch die
Prozesse auswerten müssen, wenn du die Effektivität steigern und auf der
Spur bleiben willst. Unglücklicherweise evaluieren viele Basisgruppen beides
selten.
·
Werte nicht aus, wenn du versuchst etwas zu schaffen.
Vermeide Evaluation und Kritik, wenn du versuchst, Ideen
zu erzeugen. Wenn du gerade ein Treffen moderierst, verhindere Kritik, wenn
die Gruppe beim Brainstorming ist.
·
Mach ehrliche Auswertung zu einem Teil deiner Gruppenkultur
Mach es zur Gewohnheit, zu fragen, was funktioniert hat
und was besser sein könnte, für die Aktion wie für den Prozess.
Vielleicht machst du am Ende einer Sitzung eine
Runde um den Gruppenprozess auszuwerten.
Wenn du nicht um ein ehrliches Feedback nachsuchst, wirst
du es nicht bekommen. Unzufriedene Leute werden einfach aussteigen. Um das
ehrlichste Feedback zu bekommen, mache die Antworten anonym und sorge für
Antworten von Leuten außerhalb deiner Kerngruppe.
·
Informiere dich über den Nutzen für die Mitglieder
Am Ende der Aktion frage die Teilnehmer über den Nutzen.
-
Hast du etwas gelernt?
-
Hattest du zu viel oder zu wenig zu tun?
-
Hattest du dabei Spaß?
-
Fühlst du dich als Teil der Gruppe?
·
Vergleiche die Resultate mit den angestrebten Zielen
Ist da eine Lücke zwischen dem was geschehen ist und dem,
was du angestrebt hast?
Wenn da eine dauerhafte Lücke ist, musst du überlegen, ob
die Hilfe bekommst von einem professionellen Organizer. Ein anderer Weg, mit
einer permanenten Lücke umzugehen, ist die Revision der Ziele.
(nach oben)
Eine der wichtigsten laufenden Aktivitäten jeder
Basisorganisation ist es, mehr Leute einzubeziehen.
Dies ist nicht einfach; die meisten Leute mögen die Idee
nicht, „eingebunden“ zu werden und Community- Arbeit in ihrer knappen
Zeit zu machen.
Die starke Betonung des Individuums durch die moderne
kommerzielle Kultur hat die Partizipationsraten bei den meisten Aktivitäten in
der Community unter 5 % gebracht. Wenn das niedrig erscheint, denk daran, dass
ein paar Leute, die einem gemeinsamen Kurs für eine Aktion verpflichtet sind,
verblüffende Ergebnisse erreichen können.
·
Fordere Mitglieder auf andere einzuladen
80% derer die als Volunteers Community Arbeit machen,
sagen, sie begannen, weil sie dazu durch einen Freund, ein Familienmitglied
oder einen Nachbarn aufgefordert wurden.
·
Geh dahin, wo die Leute sind
Anstelle zu versuchen, dass die Leute zu dir kommen,
versuche zu ihnen zu gehen. Geh zu den Treffen von anderen Gruppen und zu
Plätzen und Veranstaltungen, wo Leute sich treffen. Dies ist besonders
wichtig, um ethnische Gruppen einzubeziehen, Jugendgruppen, Alte Menschen, und
andere die wohl nicht zu dir kommen.
Lass nie eine Chance aus, Namen zu sammeln, Adressen,
Telefonnummern und email- Adressen.
·
Versuche die einzubeziehen, die unterrepräsentiert sind
Gruppen mit Minderheitssprachen, Bewohner mit geringem
Einkommen, die Behinderten, die Älteren und Jugendlichen, sie alle sind
tendenziell in Nachbarschaftsgruppen unterrepräsentiert. In einigen Fällen ist
die Nicht-Partizipation eine Sache der Wahl– die meisten Jugendlichen die nur
vorübergehend da sind, wollen sich nicht beteiligen.
In anderen Fällen schafft die fehlende Sprachkenntnis
eine gefährliche Barriere zur Partizipation. In noch anderen Fällen werden
Leute übersehen. Das kann geschehen bei den Behinderten und Älteren, obwohl
sie ihren unschätzbaren Wert als aktive Bürger erwiesen haben.
Hier einige Wege, die unterrepräsentierten Gruppen
einzubeziehen:
-
Geh in die Gruppe der Leute, die du erreichen willst, frag sie
wie sie angesprochen werden wollen und sprich ihre Themen an.
-
Wen kennst du, der Zugang zu der Gruppe hat, die du erreichen willst.
Nutze deine Beziehungen.
-
Betrachte Leute mit denen zusammen arbeiten möchtest, nicht als eine
„Zielgruppe“ , die du an deine Seite bringen willst, sondern behandle Menschen
zuerst als Menschen.
-
Organisiere Projekte, die Kinder und Jugendliche zum Thema haben.
Eltern von unterschiedlichen ethnischen Hintergründen und Einkommensniveaus
treffen einander, wenn sie ihre Kinder begleiten.
·
Mache Umfragen
Umfragen sind ein guter Weg, in Kontakt zu bleiben, sie
erhöhen die Partizipation und bringen neue Mitglieder. Sie zeigen, dass deine
Gruppe sich auf eine breite Basis beziehen will und nicht nur auf die, die
üblicherweise an Aktivitäten der Community teilnehmen.
·
Führe Haustürgespräche durch
Haustürgespräche sind die beste und älteste
Methode, Leute außerhalb zu erreichen. Eine Gruppe zum Beispiel klingelt z.B.
an den Türen, um die Leute zu einer Veranstaltung einzuladen. Ist keiner
zuhause, hinterlässt sie einen Handzettel.
·
Leg detaillierte Mitgliedslisten an
mit Namen, Adresse, Telefonnummern, Fax-Nummern,
Prioritäten für lokale Verbesserungen, Beruf, persönliche Interessen,
speziellen Fähigkeiten, verfügbarer Zeit; was die Person tun möchte und was
nicht.
(nach oben)
Menschen schließen sich Community-Gruppen an um Leute zu
treffen, Spaß zu haben, neue Fähigkeiten zu erlernen, ein Interesse zu
verfolgen, und ihr Leben mit einem höheren Zweck zu verbinden. Sie verlassen
sie, wenn sie dort nicht finden, wonach sie gesucht haben. Bürgergruppen
müssen sich viel öfters fragen: Welchen „Gewinn“ bringen wir den Mitgliedern?
Und für welche „Kosten“? Wie können wir den Gewinn erhöhen und die Kosten
senken?
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Bleibt miteinander in Verbindung
Regelmäßiger Kontakt ist lebenswichtig. Von Angesicht zu
Angesicht ist am besten. Wenn Ihr euch trefft, ist das Zusammenkommen in der
Wohnung von jemandem besser als ein Treffen in einem Saal.
·
Begrüßt Newcomer
Macht sie bekannt mit den Mitgliedern eurer Gruppe. Ruft
Leute, die neu gekommen sind, an um sie einzuladen zu Veranstaltungen oder um
Informationen weiter zu geben.
Helft den Leuten einen Platz zu finden in der
Organisation. Der reizvollste Ansatz ist zu sagen: „Erzähle uns
die Dinge, die du gerne tust und gut tust und wir werden einen Weg finden,
diese Talente zu nutzen.“ Nicht ganz so reizvoll ist zu sagen: „Hier sind die
Aufgaben die wir haben, aber wie du das hinkriegst, ist deine Sache“.
Ladet Neuankömmlinge ein, Führungsrollen anzunehmen. Wenn
dieselben Leute alles machen, fühlen sich Newcomer ausgeschlossen.
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Beachtet den Gruppenprozess
Die meisten Freiwilligen-Gruppen achten nicht genug
darauf, wie sie zusammen arbeiten. Weder sind Entscheidungsmethoden
ausdrücklich festgelegt noch Rollen noch Verhalten, das allen gut tut. Einige
Gruppen machen den Gruppenprozess zu einem Gesprächsthema, indem sie einen
„Prozessbeobachter“ einsetzen.
·
Diskutiert den Kontrakt der Gruppe
Reserviere Gelegenheiten, wo die Mitglieder beschreiben,
was sie von der Gruppe erwarten und was die Gruppe von ihnen erwarten kann in
Bezug auf Zeit und Verantwortlichkeiten. Diese Information sollte Teil der
Mitgliedsliste werden.
·
Handelt mehr, trefft euch weniger
Die große Mehrzahl der Leute hassen Sitzungen; zu viele
sind der Schwarze Tod von Community- Gruppen. Zum Vergleich: Aktivitäten wie
das Pflanzen von Bäumen zieht viele Leute jeden Alters an.
·
Halte die Anforderungen an die Zeit maßvoll
Die meisten Leute führen ein geschäftiges Leben. Fordere
sie nicht auf zu einer Sitzung zu kommen, wenn sie dort nicht sein müssen.
Bleibt dabei, die Zahl der aktiven Mitglieder auszuweiten um zu sichern dass
jeder ein bisschen macht und nicht einer das meiste. Arbeite realistische
Zeitvereinbarungen für die Projekte aus.
·
Macht es zu zweit
Einer Praxis in Holland folgend, schlagen wir vor,
in Paaren zu arbeiten. Es verbessert die Qualität der Kommunikation, macht die
Arbeit weniger einsam und sichert, dass die Aufgaben verwirklicht werden.
Ethnisch gemischte Paare (wie englisch- chinesisch/ deutsch- türkisch) können
die Verbindungen zwischen den verschiedenen Kulturen pflegen.
Geschlechtsgemischte Paare können die Unterschiede der Beziehung zu Männern
und Frauen nutzen.
·
Sorge für Zeiten des sozialen Kontaktes und gesellige
Aktivitäten
Endlose Arbeit treibt Leute weg. Plane gesellige Zeit ein
zu Beginn und am Ende von Meetings. Manche bilden ein Sozialkomitee um Partys
zu planen, Essen und Ausflüge.
·
Sorgt für das Trainieren von Fähigkeiten
Wenn erfahrene und unerfahrene Leute als Paar zusammen
arbeiten, erhöht allein dies schon die Fähigkeiten von neuen Mitgliedern (Training-on-the-job).
Training von Führungsrollen, der Moderation von Gruppen oder der
Konfliktlösung rechtfertigen auch spezielle Wochenend- Workshops.
(nach oben)
Gute Führungspersonen (Leader) sind der Schlüssel zum
Community Organizing. Sie sagen nicht den anderen, was sie tun sollen, sondern
sie helfen anderen eine Sache in die Hand zu nehmen. Sie stellen sich nicht
ins Rampenlicht, sondern stupsen andere auf die Rampe, sie sind nicht
interessiert daran, die „Führer“ zu sein, sondern daran, mehr Führungspersonen
zu schaffen. Sie anerkennen, dass die Organisation ihre Arbeit nur erweitern
kann, wenn mehr Führungspersonen entstehen.
Formt erfolgreiche Führungspersonen:
·
Stellt realistische Erwartungen auf
Nichts ermutigt eine Gruppe mehr als erreichbare
Erfolge. Der geschickte Leader steuert die Gruppe zu Dingen, die leicht
erreicht werden können.
·
Teile die Arbeit auf und delegiere sie
Teilt die Arbeit auf in mundgerechte Teile und diskutiert
dann, wer jeweils einen Teil durchführen will.
Sichert, dass jeder seine Aufgabe erfüllen kann und lasst
sie ihn dann auf seine Weise durchführen. Sichert, dass ihr jemanden habt,
die/ der den Prozess beachtet. Leute fühlen sich nicht gut bei einem Job, wenn
niemand sich darum kümmert, ob es klappt.
·
Zeigt Anerkennung für die Arbeit, die gut getan ist.
Anerkennt bei Gesprächen, bei Meetings und in
Rundschreiben die Bemühungen der Leute. Gebt Dank und andere Zeichen der
Anerkennung. Gebt Anerkennungsschreiben und Auszeichnungen für spezielle
Bemühungen. Respektiert alle Beiträge, egal wie klein sie sind.
·
Begrüße Kritik
Kritik zu akzeptieren mag schwierig sein für manche
Führungspersonen, aber die Mitglieder müssen fühlen können, dass sie kritisch
sein können, ohne attackiert zu werden.
·
Hilf den Leuten, an sich zu glauben.
Ein Leader baut das Vertrauen der Leute auf, dass sie
etwas leisten können, was sie noch nie zuvor geleistet haben. Der unentwegte
Optimismus eines guten Leaders gibt allen Energie.
·
Inspiriere Vertrauen hervor
Die Leute werden denen nicht folgen, denen sie nicht
vertrauen. Pflegt immer ein höchstes Maß von Aufrichtigkeit.
Gute Leader bringen Zweifel über ihr eigenen potentiellen
Interessenkonflikte und über ihre eigenen persönlichen Begrenzungen selbst zur
Sprache.
·
Macht das größere Ziel deutlich
Menschen sind oft Volunteers um einem höheren Ziel zu
dienen. Ein Führer sollte in der Lage sein, dieses Ziel zu artikulieren, um
das als Leuchtfeuer hochzuhalten, wenn die Gelegenheit es verlangt.
Eine gute Führungsperson wird jeden Sieg an der Basis
feiern als Beispiel für das, was passieren kann, wenn Leute für einen
gemeinsamen Wert zusammen arbeiten.
·
Überzeuge andere, dass sie führen können.
Mach die Praxis des Führens transparent, lade andere ein
zu führen. Versuch nicht, die ganze Show zu machen, oder alles selbst zu
machen. Andere werden dann weniger involviert und du wirst ausbrennen.
(nach oben)
Versammlungen und Sitzungen sind notwendig für die
Planung und die Entscheidungen. Wie gut sie arbeiten, beeinflusst ob Leute in
einer Gruppe bleiben. Alle Versammlungen sollten so lebendig sein und Spaß
machen wie möglich.
·
Die Grundlagen einer Versammlung
Legt eine günstige Zeit, Datum und Ort fest zum Treffen.
Du kannst freie Treffpunkte finden in Büchereien,
Community Zentren, einigen Kirchen, Nachbarschaftshäusern, und Schulen. Manche
Gruppen treffen sich in einem Lieblingsrestaurant oder Cafe.
Um eine Gruppe zusammen zu halten, entscheidet über eine
regelmäßige monatliche Zeit zum Treffen oder überlegt wie ihr sonst in Kontakt
bleibt. Stimmt die Tagesordnung vorher miteinander ab.
·
Eine gute Tagesordnung enthält
-
Treffpunkt,
-
Beginn,
-
Zeit für jeden Punkt,
-
Ende,
-
Ziele des Treffens und
-
Punkte die zu diskutieren sind.
·
Verlauf
Beginnt das Meeting mit der Wahl
-
eines Moderators,
-
eines Berichterstatters und
-
eines Zeitwächters.
Beginnt mit einer Einführungsrunde, wenn es notwendig
ist.
Berichte dann über die Verabredungen von vorangegangenen
Treffen.
Frag nach Ergänzungen zur Tagesordnung, dann fang an die
Tagesordnung durch zu arbeiten.
Klärt bei Aktionen, wer sie ausführen wird und wie viel
erreicht sein wird bis zum nächsten Treffen.
Schließlich setzt eine Zeit, einen Ort und eine
Tagesordnung für das nächste Treffen fest.
·
Hebe den Beitrag jedes einzelnen hervor
Überlege ob zu ein Flip Chart benutzt, einen Overhaed
Projektor oder ein schwarzes Brett
·
Folge Diskussionsleitlinien.
Regelmäßige Treffen funktionieren besser, wenn jeder
einem Set von Diskussionsleitlinien zustimmt. Manche Gruppen schlagen
ihre Leitlinien auf einem großen Plakat an.
-
Hör auf die anderen
-
Unterbrich nicht
-
Frage klare Fragen
-
Begrüße neue Ideen
-
Erlaube keine persönlichen Attacken
-
Behandle jeden Beitrag als wertvoll
·
Entwickelt eine freundliche Kultur
Ermuntert Humor.
Sorgt für Getränke und Essen, oder trefft euch in einem
Restaurant.
Gewährt Zeit zum Zusammensein (soziale Zeit)
Eure Gruppe sollte Leitlinien für die
Entscheidungsfíndung diskutieren, eine Übereinstimmung herbeiführen und sie an
der Wand anschlagen:
·
Probeabstimmung
Eine Probeabstimmung heißt, dass man die Hand hebt um zu
sehen, wie die Gruppe über ein spezielles Thema fühlt. Es ist ein kurzer
Check, der viel Zeit ersparen kann. Wenn ihr Probeabstimmungen kontinuierlich
machen wollt, verabredet eine Reihe von Handsignalen, die jeder während des
Treffens nutzen kann. Diese stummen Signale ermöglichen, dass die Leute
abschätzen können wie andere reagieren– von Moment zu Moment. Sie können auch
für unschätzbaren Feedback sorgen für einen Sprecher, der versucht mit einer
großen Gruppe zu arbeiten.
·
Abstimmung
Abstimmung ist eine Methode zum Treffen von
Entscheidungen, die am besten geeignet ist für große Gruppen.
Um große Minderheiten nicht zu befremden, könnt ihr
entscheiden, dass ein Antrag nur mit 2/3 Mehrheit Erfolg hat. Alternativ dazu
könnt ihr entscheiden, Abstimmungen mit Konsensverfahren zu kombinieren.
Große Gruppen versuchen oft, bestehende
Geschäftsordnungen zu nutzen.
Einige Gruppen begrenzen das Privileg der Abstimmung auf
Leute, die an drei oder mehr aufeinander folgenden Meetings teilgenommen
haben.
·
Konsensverfahren
Ein Konsensprozess zielt darauf, die Gruppe zu
wechselseitigem Einverständnis zu allen angesprochenen Themen zu bringen. Es
erfordert keine Einstimmigkeit. Konsens kann länger dauern als andere
Prozesse, aber es fördert Kreativität, Kooperation und das Engagement für die
letztliche Entscheidungen.
Hier ein Umriss dazu:
1.
Ein Antragsteller stellt das Vorhaben vor. Idealerweise wird ein
schriftlicher Entwurf vor dem Treffen verteilt.
2.
Die Gruppe diskutiert und klärt das Vorhaben. Keiner äußert Besorgnisse
bevor die Klärung komplett ist.
3.
Der Moderator fragt nach legitimen Besorgnissen (Concern) . Wenn keine
da sind fragt er, ob Konsens erreicht ist. Sind Einwände, dann
à
4.
Der Berichterstatter listet die Besorgnisse auf, so dass jeder sie
sehen kann. Die Gruppe versucht dann diese zu lösen. Der Antragsteller hat die
erste Option
–
das Vorhaben klar zu stellen
–
das Vorhaben zu ändern
–
zu erklären, warum es nicht in Konflikt ist mit den Werten der Gruppe
–
die, die Besorgnisse haben, zu bitten, sie zur Seite zu stellen: Kannst
du mit dem Vorschlag leben?
5.
Wenn die Besorgnisse ungelöst bleiben, fordert der Moderator auf, sie
zu prüfen in Relation zu den Werten und Zielen der Gruppe; ggf. extra Sitzung
6.
Frage nach Lösungsmöglichkeiten wie einem „dritten Weg“
7.
Wenn die Zeit wegrennt:
–
Probeabstimmung
–
klären ob Leute ihre Besorgnisse an die Seite stellen
–
klären ob der Antragsteller den Antrag zurück zieht
–
Übereinstimmung für mehr Gesprächszeit
–
an eine Untergruppe weiter geben
–
Abstimmung mit 75 oder 90 % Zustimmungs- Anforderung
Am Ende stellt der Moderator das Ergebnis klar dar.
Legitime Besorgnisse beziehen sich auf Nachteile sind für
die Organisation oder Widerspruch zu allgemeinen Werten; das Konsensverfahren
funktioniert nicht, wenn Besorgnisse vom Ego oder persönlichen Interessen
kommen.
·
Leben mit verschiedenen Meinungen
Du solltest keinen Konsens in Details anstreben., sondern
nur zum großen Ganzen.
(nach oben)
Die Aufgabe des Moderators ist es zu helfen, dass die
Gruppe einen Fortschritt macht. Gute Moderation hält eine Versammlung auf der
Spur und bewegt sie nach vorne. Je mehr Leute es lernen zu moderieren, desto
besser. Wenn du die Rolle des Moderators akzeptierst, musst du neutral sein.
Du solltest also versuchen folgendes zu tun:
·
Beachte die Atmosphäre der Gruppe
Wenn Leute gelangweilt oder unaufmerksam erscheinen,
musst du das Tempo der Sitzung beschleunigen. Wenn Leute angespannt erscheinen
wegen unausgesprochener Meinungsunterschiede, musst du diese Besorgnisse
(Einwände) in die Öffentlichkeit bringen.
·
Frag offene Fragen
Z.B. „wir scheinen Probleme zu haben, die Sache zu lösen.
Was denkt ihr, was wir tun sollten?“
·
Fasse zusammen, was andere sagen
Z.B. beginne „Es scheint, als wenn wir übereinstimmen,
dass...“
·
Sichere jedem eine Chance zum Sprechen
Eine Möglichkeit um zu sichern , dass ruhige Leute eine
Chance bekommen zu sprechen, eine Runde zu initiieren. In einer Runde gehst du
rund um den Tisch und gibt’s dabei jedem einige Minuten um ihre Sichtweise
darzustellen.
·
Bringe Humor ein
Es gibt kaum einen besseren Weg, um Reizbarkeit, Nörgeln
oder engstirniges Benehmen zu überwinden
·
Lerne mit schwierigem Verhalten umzugehen:
–
Ausbruch
Wenn zwei Leute in eine hitzige Diskussion kommen, fasse die Punkte beider
zusammen und bring die Diskussion wieder in die Gruppe.
–
Große Darstellung / Tribüne/ Fensterrede
Unterbrich die one-man-show mit einem Statement, das ihn würdigt für seinen
Beitrag aber ihn bittet seinen Punkt gegenüber anderen für später
zurückzustellen. Oder unterbrich mit: „Du hast eine Menge Punkte eingebracht.
Möchte jemand gerne einen davon aufgreifen?“
–
Wiederholungen in einem Bericht (gebrochener Bericht)
Wenn einige immer wieder den selben Punkt wiederholen, versichere ihnen,
dass ihr Punkt gehört worden ist. Wenn notwendig, frage die Gruppe ob sie
erlauben wollen, dass die Person ihren Punkt abschließt
–
Unterbrechung
Geht sofort dazwischen: „Halt an! Lass X beenden was sie zu sagen haben.“ Wenn
notwendig bitte die Person, die dazu neigt zu unterbrechen, als
Berichterstatter über das Meeting zu fungieren.
–
Dauernde Kritik
Legitimiere negative Gefühle bei schwierigen Themen. Du magst vielleicht
sagen: „Ja es wird schwer den Verkehrsangpass bei M zu reduzieren, aber da
sind einige erfolgreiche Modelle auf die wir sehen können.“ Wenn notwendig,
fordere die kritisierende Person auf, eine erreichbare Aufgabe vorzustellen.
·
Schlage Optionen vor, wenn die Zeit zuende geht
Identifiziere Bereiche von partiellem Konsens, schlage
vor, die Fragen auf den Tisch zu legen oder schaffe einen kleinen Ausschuss um
mit der Sache umzugehen zu einer Zeit, die diese sich aussuchen.
·
Erwäge eine Schlussrunde
Geh schnell rund um die ganze Gruppe und gib den Leuten
eine Chance Sachen zu sagen, die nicht auf der Tagesordnung standen. Du kannst
auch eine Runde nutzen um das Meeting auszuwerten.
(nach oben)
Du brauchst kein Fundraising um anzufangen deine
Nachbarschaft zu organisieren. Aber du wirst Geld brauchen, um eine große Zahl
von Leuten zu organisieren oder ein großes Aktionsprogramm zu starten. Wenn
ihr euch entscheidet Fundraising zu machen, seid sorgfältig. Ihr könnt Geld
und Zeit verlieren und Ressourcen ablenken von euren eigentlichen Zielen. Wenn
du Geldquellen finden willst, hier einige Vorschläge:
·
Individuelle Beiträge
Wenn man die Leute vor Ort um Beiträge bittet, bringt
dies Fundraising ein in den Aufbau der Community. Die Leute sind mehr
verbunden mit den Gruppen, Projekten und Plätzen bei denen sie fühlen, dass es
ihre eigenen sind.
Geld kann von Mitgliedschaft kommen, freiwilligen
Abonnements von Rundbriefen, Sammlungen bei Meetings, Werbung an der
Tür, Schenkungen, Gaben bei Gedächtnisfeiern und direkten Anschreiben.
Viele Bücher behandeln diese Ansätze. Einige Gruppen
sorgen dafür, dass Spenden steuerreduziert sind, indem sie sich als
gemeinnützige Vereinigung registrieren lassen.
·
Naturalien als Spenden
Suche Naturalien oder nicht-geldliche Beiträge. Dies
schließt Spenden zum Drucken, Ausstattung , Möbel, Raum, Dienstleistungen,
Nahrungsmitteln und Zeit ein. Lokale Geschäfte antworten gerne auf Ersuchen
nach Naturalien als Spenden.
·
Auktionen
Überleg eine „Traum- Auktion“. Elisabeth Amer schreibt in
„Taking Action“: Nachbarn können ein Babysitting über Nacht für zwei Kinder
spenden, ein lokales Abzeichen für deine Jacke, Käsekuchen für acht
Leute, 4 Stunden Reparieren eines Hauses. Auf einer großen Community Party
verkauft jeder Auktionär alle Schätze zum höchsten Gebot.
·
Zuschüsse von Regierungen und Stiftungen
Bei so vielen möglichen Quellen für Unterstützung wird
der halbe Kampf darum ausgetragen, herauszufinden, wer was unterstützt. Wenn
du eine Möglichkeit erkannt hast, finde die Antragsprozedur heraus. Wenn du
Zuschüsse bekommen willst, musst du normalerweise einen guten Antrag
schreiben. Guck nach passenden Zuschüssen. In vielen Fällen zahlt die
Regierung einen Dollar für einen Dollar, den du von den Bürgern bekommst.
·
Casinos/ Lotto-Gelder
·
Gebühren
Überlege eine Möglichkeit, Gebühren für Dienstleistungen
oder Produkte zu bekommen
·
Zeit spenden (time tithing)
Ivan Sheier, ein Experte in Sachen Freiwilligenarbeit,
mag es nicht, dass man so viel Zeit und Energie mit Antragsschreiben und
großen Fundraising- Aktionen verbringt. Stattdessen schlägt er Zeitspenden vor
als einen ständigen Bargeldfluss.
Bei diesem System erbringen Unterstützer hochwertige
Dienstleistungen. (z.B. einen Workshop durchführen, Plakate zeichnen,
professionelle Unterstützung anbieten) und behalten dann nicht das Geld, das
sie bekommen, sondern sie geben es, abzüglich der Aufwendungen, direkt an die
Gruppe.
(nach oben)
Sie sollten so eine kleine Struktur wie möglich haben,
genau so groß, um die Ziele anzugehen.
In dem Versuch, legitimiert zu werden, entscheiden sich
viele kleine Gruppen dass sie mehr Struktur brauchen. Unglücklicherweise kann
dies dazu führen dass sie mehr Zeit auf die Bedürfnisse der Organisation
verwenden als auf den Grund, weshalb sie zusammen kommen.
·
Netzwerke, Kooperativen, Kollektive
Basisorganisationen scheinen besser zu arbeiten mit einer
flachen Struktur, möglichst frei von Vorständen, Direktoren, und Posten.
Dies heißt nicht die Elimination von individuellen Rollen
oder Verantwortlichkeiten, sondern, dass es keine Leute mit Autorität über die
Arbeit von anderen Leuten gibt. Bürgergruppen müssen den Fehler vermeiden,
wenige Leute sehr stark einzubeziehen. Sie sollten danach streben, viele Leute
in leichter Weise einzubinden. Flache Organisationen mit der Betonung von
horizontalen Beziehungen scheinen dafür die beste Voraussetzung zu sein.
·
Traditionelle Struktur
Traditionelle Strukturen scheinen Basisorganisationen
auszutrocknen. Nichtsdestotrotz werden sie nach wie vor von Dachorganisationen
oft empfohlen.
Die erfolgreichsten traditionellen Organisationen haben
-
eine gewählte Führerschaft
-
regelmäßige Treffen
-
einen Rundbrief
-
Mittel zur Delegation von Aufgaben und Verantwortlichkeiten
-
Training für neue Mitglieder
-
Soziale Zeit zusammen
-
Einen Planungsprozess
-
Arbeitsbeziehungen mit „Power Players“ und Organisationen, die
Ressourcen haben. (Power Player sind Leute mit der Fähigkeit Sachen zum Laufen
zu bringen: Politiker, Eigentümer von wichtigen Geschäften, Medienleute,
Vorstände von Ämtern, Köpfe von Gesellschaften, große Eigentümer)
·
Gemeinnützige Vereine
Verfahren und Steuerrecht
·
Komitees und Arbeitsgruppen
sind der Hauptweg, wie Arbeit geteilt wird. Sie
machen es möglich, dass Sachen getan werden ohne dass jemand erschöpft wird.
Dauernde Komitees sorgen für eine laufendes Funktionieren
der Gruppe. Eine breite, aktions-orientierte Gruppe muss folgende dauernde
Komitees haben: Koordinierung/ Öffentlichkeitsarbeit / Mitgliedschaft /
Außenbeziehungen / Rundbrief/ Fundraising/ Erforschung.
-
Arbeitsgruppen (Task forces) arbeiten an einer speziellen Aufgabe und
lösen sie danach sich auf.
Beide ermöglichen Mitgliedern, in Projekte die sie
interessieren, einbezogen zu werden.
Idealerweise werden die Komitees und Arbeitsgruppen
zusammengesetzt durch Leute, die von der ganzen Gruppe ausgewählt sind. Wenn
die ganze Gruppe Vertrauen in eine Arbeitsgruppe hat, kann sie selbst
Entscheidungen treffen. Um alle zusammen zu halten, sollten die Komitees und
Arbeitsgruppen regelmäßig der ganzen Gruppe berichten.
·
Koalitionen
Wenn du ein großes Thema anpacken willst, brauchst du
Alliierte. Trete an andere Organisationen heran mit der Bitte, bei ihrem
nächsten Treffen über ein für die Community wichtiges Thema zu sprechen.
Für eine Koalition ist es wichtig, dass alle Teilnehmer
klare Erwartungen haben und regelmäßig zusammen kommen, um eine
freundliche Arbeitsbeziehung zu entwickeln. Eine Koalition arbeitet am besten,
wenn sie für ein spezifisches Projekt aufgestellt ist und dann versinken darf,
wenn das Projekt endet.
(nach oben)
·
Kooperationen zum Aufpassen auf Kinder
·
Gärten der Community
·
Küchen der Community
·
Beobachten und Sorgen für den Wohnblock
·
Kriminalitätsprävention in der Community
·
Partys für den Wohnblock
·
Reinigungsaktionen für den Wohnblock
·
Feste und Aufzüge
·
Aktionen zum Image der Community
·
Aktivitäten zwischen den verschiedenen Generationen
·
Umwelt- Aktivitäten
·
Block für Block organisieren
·
Küchentisch- Diskussionsgruppen
·
Übungen für Visionen
·
Teilen von Informationen
·
Organisieren zu brennenden Themen
Leute
organisieren sich oft um einzelnes Thema. Sie kommen zusammen, weil
sie belästigt oder ärgerlich sind über Straßenprostitution, besondere
Gebühren oder einen üblen Bebauungsplan. Oft ist das Thema eine geplante
Veränderung für die Nachbarschaft, die als unerwünscht angesehen wird. Die,
denen die Veränderung nützt, beschreiben diese Aktivitäten oft als NIBYism
(Not-In-My-Back-Yard, St. Florians- Prinzip), einen selbstsüchtigen Versuch,
ihren Teil der Stadt genauso zu behalten wie er ist, trotz des allgemeinen
öffentlichen Guts .
Oft kann
solch ein Thema dazu dienen, eine existierende Organisation zu stärken.
Organizing um
ein heißes Thema kann eine Zeitverschwendung sein, wenn es zur Verhärtung
von Positionen führt. Zu oft haben sich die BürgerInnen aufgerieben in
Kämpfen, die vielleicht durch gemeinsame Problemlösung zu aller
Zufriedenheit hätten gelöst werden können, die auf die Interessen achtet
statt auf die Positionen.
Bis vor
kurzem hatten die meisten Bücher über das CO einen Ansatz des
Schlachtfeldes, weil er gewöhnlich der einzige Weg war, öffentliche
Entscheidungen zu beeinflussen. Der Anbruch einer neuen Zeit der Kooperation
zwischen Regierung und Bürgern lasst uns hoffen, dass der Runde Tisch das
Schlachtfeld ersetzt.
(nach oben)
·
Reviews
Books on building local democracy
Books on action organizing
Books on publicity and media advocacy
Books on working with others
Books on cities and Vancouver reports
Magazines
·
Short case studies
Best practices in citizen
participation and urban governance (UNESCO)
Zusammengesellt von „UN-Habitat“ aus einer
Sammlung von 700 Projekten
Beispielhaft werden Partizipationsansätze
dargestellt aus: Cuba, der Türkei, Brasilien, den Niederlanden, Süd Afrika,
Indien, Senegal, Kanada, Cote d’Ivoire, Finnland, Polen, Uganda, Malawi,
Norwegen, Belgien, Japan, USA, Großbritannien
Stand 1996 und 1998
·
Full text articles
Developing a Civic Culture by Ralph
Nader , 1998
Eine Kultur der Partizipation der BürgerInnen zu
schaffen, war nie einfach. Aber jetzt gibt es einen größeren Bedarf nach dem
Aktivismus von ermächtigten BürgerInnen als je zuvor. Ralf Nader beschreibt
die tiefe Befriedigung, die entsteht, wenn die BürgerInnen ihre Ärmel
hochkrempeln und sich in die Schaffung von gesellschaftlichen Alternativen
einmischen.
Bowling Alone by Robert Putnam
, 1995
Interview mit Robert Putnam
über Amerikas abnehmendes soziales Kapital,
Serving Customers or Engaging Citizens
by Frank Benest , 1996
Grassroots Rot: How community groups
destroy themselves
Gruppeninterne Probleme: zu wenig Freude
miteinander, zu starker Blick nach innen, Bürokratie, zu viele Sitzungen, zu
wenig Aktionen, zu viel entscheiden zu wenig erfinden, zu viele Leute, die
falschen Leute, zu wenig Kontakt, fehlende Ressourcen
Study on participation by the US
League of Women Voters
Models of Neighbourhood Participation
in Local Government , Untersuchungen von 1993
ff.
Bürgerbeteiligung in
verschiedenen Städten in Kanada, den USA und Israel
Social Movements / A summary of what
works (pdf) new , 2002
Ein aktueller
Forschungsüberblick von Charles Dobson über die Wirkungsweise sozialer
Bewegungen
IAF Organizing (pdf) new , 2002
Eine aktuelle und sehr klare
Beschreibung des IAF – Ansatzes durch Charles Dobson
Creating a Community-wide Study
Circles Program
Broken Windows (original article by
Wilson and Kelling)
Cyber Organizing
von Randy Stoecker, dem Herausgeber von comm-org.utoledo.edu
Framing Issues in the Media (pdf)
new , 2002
Wir denken meistens, es gibt
eine feststehende Wirklichkeit. Wir glauben, dass die Medien Fehler machen
mögen, aber im großen und ganzen die Wirklichkeit präsentieren wie sie ist.
Aber die Journalisten und Herausgeber sind alles andere als objektiv. Sie
konstruieren ein subjektives Bild der Realität, indem sie eine Flut von
Informationen auswählen und organisieren, damit sie für sich und ihr Publikum
Sinn machen. Diesen Prozess nennt man „Framing“ (Rahmung).
Die Aktivisten reagieren,
indem sie diese „Rahmung“ in Bewegung setzen:
-
das Thema, die Verantwortlichen und die Lösungen werden gemeinsam
bestimmt;
-
sie sind auf einen Konflikt konzentriert, dabei gibt es einen
definierten Gegner „DIE“, und einen klar definierten Herausforderer „WIR“;
-
sie starten einen moralischen Appell. „Was UNS passiert ist ungerecht,
nicht fair, völlig falsch, und verletzt die sozialen Standards in jeder
Hinsicht...“
Post-Alinsky Organizing by John
Kretzmann
Die Natur der Nachbarschaften hat sich verändert
(generelle soziale Struktur; abnehmende organisierte lokale Partizipation;
Zielscheiben sind nicht mehr so sichtbar, lokal und in der Lage das zu
verwirklichen, was die BewohnerInnen von ihnen fordern). Ein Organizing
Prozess muss heute die Community aufbauen. Organizer, die sich den neuen
Aufgaben stellen , nehmen in den Blick: 1) die lokale Nachbarschaft, 2) den
öffentlichen Sektor, 3) den privaten Sektor.
Popular Governance
Ethischer Rahmen für eine
Politik der Bürgerbeteiligung; der Ansatz von ONE in Chicago
Foundation Funding of Grassroots Organizations
Befragung von Basisorganisationen und Stiftungen,
u.a.:
-
warum bekommen die Basisorganisationen nicht mehr Geld von Stiftungen?
-
warum werden einige Basisorganisationen gefördert, andere nicht?
-
die Basisorganisationen beschreiben ihre „besten“ und „schlechtesten“
Beziehungen zu Stiftungen;
-
die Stiftungen beschreiben ihre „besten“ und „schlechtesten“
Erfahrungen mit der Basis.
Confronting NIMBYism series
Einige Artikel, meistens von Debra Stein, zu
Not-In-My-Back-Yard (St.Florians-Prinzip), u.a.
Die Ethik des NIMBYismus
Auf die Nachbarn hören und
erreichen dass die Nachbarn auf Dich hören
Traditionelle Nachbarschaften
ohne traditionellen NIMBYismus
Umgehen mit öffentlicher Wut
Wenn Nachbarn sich weigern zu
verhandeln
Opposition in der Community
besiegen
Nutze Meinungsforschung um
eine klare Kommunikation aufzubauen
Lass deinen Fuß in der Tür
A List of What Works for Community
Development
von Charles Dobson, 2002: 17 Thesen: was
funktioniert beim CD
New Strategies for People Power (pdf)
Porto Alegre Special, von
Hilary Wainwright, Universität von Manchester, GB
Warum eine neue Politik?
Li