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Stand: 02.07.2008

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Wie werden Bürger zu Akteuren? - Training in Community Organizing, 

3.-7.11.2008

in Kronberg/Taunus, veranstaltet von foco e.V. und dem Burckhardthaus

Inhalte 

Anmeldeformular 

 

 

Neu: Wolfgang C. Goede, 2008: Super Tuesday - zur Community Organizing Diskussion in Deutschland und bei den gegenwärtigen US-Wahlen


 

Ziele und Arbeitsweise von foco

Ziel von foco e.V. ist es, Prinzipien und Methoden des Community Organizing (CO) in Deutschland zu verwurzeln und weiter zu entwickeln. Dies geschieht durch:

  • die Förderung von Organisationen und ihrer Vernetzung
  • Trainings und Ausbildung
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • die Verbindung von Forschung und Lehre, insbesondere in der Gemeinwesenarbeit und Sozialen Arbeit
  • die Kooperation mit gesellschaftlichen Organisationen

CO ist den Prinzipien von Selbstbestimmung, Selbstverantwortung, sozialer Gerechtigkeit und Solidarität verpflichtet. Im Kräftespiel gegenüber der scheinbaren Allmacht von Staat und Wirtschaft setzt CO auf die demokratische Macht der BürgerInnen, die sich organisieren und so handlungs- und durchsetzungsfähig werden.

Community Organizing ist professionelle Aktivierungs- und Organisierungsarbeit.
Es geht um praktikable Wege zu dem Ziel, dass insbesondere gesellschaftlich benachteiligte Bürgerinnen und Bürger sich gemeinschaftlich für die Verbesserung ihrer Lebensumstände einsetzen, über den Aufbau von eigenen demokratischen Organisationen (Gegen-) Macht erlangen, Ohnmacht überwinden und auf benachteiligende Strukturen einwirken können.

Community Organizing ist politische Bildung und politisches Handeln zugleich. Dabei setzt es an den unmittelbaren Eigeninteressen und der Problemsicht der beteiligten Menschen an.

CO zeichnet sich aus durch:

  • den Aufbau einer Kultur von tragfähiger öffentlicher Beziehungen
  • das Herausfinden von Eigeninteressen als Triebfeder für jedes Handeln, 
  • das Aushandeln gemeinsamer Interessen und 
  • das Organisieren von gemeinschaftlichem und strategischem Handeln
  • das Aufgreifen sowie das öffentliche und produktive Austragen von Konflikten
  • den professionellen Aufbau von lebendigen, machtvollen Organisationen und Koalitionen auf breiter Basis
  • das Vertrauen in die Fähigkeit der Menschen, ihre Lebensbedingungen selbst zu gestalten

Geschichte

Wie meistens im Community Organizing fing es an mit Ärger und mit Lust; mit dem Ärger von vier Studierenden über die Ausbildung in der Gemeinwesenarbeit und mit der Lust, etwas zu verändern. Sie nahmen sich vor, Geschichte, Theorie, Praxis und Ausbildung von Gemeinwesenarbeit und dem amerikanischen Community Organizing zu vergleichen und machten sich dafür auf den Weg nach Chicago. Nach viermonatigen Gesprächen, Beobachtungen und Forschungen schrieben sie ihre Diplomarbeit, aus der schnell ein Buch wurde: "Let´s organize!" von Marion Mohrlok, Rainer und Michaela Neubauer und Walter Schönfelder (1993). Bei Tagungen wie der Werkstatt Gemeinwesenarbeit im Burkhardhaus machten sie andere neugierig; nächste Schritte waren Trainings zum Community Organizing, für die Ed Shurna aus Chicago und Don Elmer aus San Francisco anreisten und eine Gruppenreise 1995, aus der wiederum ein Buch entstand: "Forward to the Roots" (1996). Die Gruppe bildete sich so zunächst informell und dann als eingetragener und gemeinnütziger Verein, als foco e.V. , das Forum Community Organizing. Der Rundbrief erschien, Trainingsangebote wurden entwickelt, Tagungen durchgeführt. 

Nachdem Birgitta Kammann und Peter Szynka lange Zeit Vorsitzende waren, gehören jetzt dem Vorstand Peter Szynka als Vorsitzender, Walter Häcker als stellvertretender Vorsitzender und Lothar Stock als Verantwortlicher für Finanzen an. Michael Rothschuh gestaltet die Website inhaltlich und formal. Nach wie vor aber arbeitet foco e.V.  kollegial, die Aufgaben werden nach Interessen und Bereitschaften der Mitglieder verteilt, oft in Rotation.

Seit dem Sommer 2004 ist Rev. Paul Cromwell in Deutschland und arbeitet mit foco zusammen an einer möglichen Stärkung des Community- Organizing Ansatzes in Deutschland. Er besucht die Mitglieder an ihren Orten, geht dort zusammen mit ihnen zu Personen und Organisationen, die am Community Organizing interessiert sind und bietet Informationen und Kurzzeit- Trainings an.

Im Oktober 2005 haben Ed Shurna aus Chicago und Don Elmer aus San Francisco, die vor über zehn Jahren das erste Training zum Community Organizing in Deutschland durchgeführt haben, foco in Frankfurt besucht und in Hamburg an einem von foco initiierten Kolloquium zum Community Organizing teilgenommen. 

Fünf bis sechs Projekte in Deutschland beziehen seit 2007 unter Beratung von Paul Cromwell mehr und mehr Elemente des Community Organizing in ihre Arbeit ein. Sie haben an einem intensiven und gut besuchten foco- Training im September 2006 in Gelnhausen mit Paul Cromwell, Birgitta Kammann und Peter Szynka,  teilgenommen.

Herausgeber: Forum Community Organizing, Website: Michael Rothschuh, Brühl 20 31134 Hildesheim, HAWK